KONTAKT:  Landesverband der Reit- und Fahrvereine Sachsen-Anhalt e.V. Geschäftsführer Roy Bartels I Tel.: 034956 I 229 65 I E-Mail: LV-RFVSachsenAnhalt@online.de  Landeskommission für Pfedeleistungsprüfungen Geschäftsführer Thomas Preiß I Tel.: 034956 I 229 66 I E-Mail: LK-SAN@online.de
LANDESVERBAND der Reit- und Fahrvereine SACHSEN-ANHALT E.V.
Coronavirus
Coronavirus – Auswirkungen auf den Pferdesport in Sachsen- Anhalt +++ UPDATE 26.03.2021 +++ Lockerungen für den Pferdesport bleiben bestehen - Abzeichenlehrgänge wieder erlaubt Gemäß der elften SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung, die ab dem 29. März 2021 gilt, sind grundsätzlich auch weiterhin alle Sportanlagen zu schließen. Ausnahmen werden unter anderem auch weiterhin für Individualsport, Berufssportler, für unsere Kadermitglieder und nun neu für Training von (Klein-)Gruppen im Freien gemacht. Bezüglich der Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 km um den Wohnort bei Erreichen eines Inzidenzwertes über 200 je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen wurden bisher von betroffenen Landkreisen Ausnahmen für „Handlungen zur Versorgung und notwendigen Bewegung von Tieren“ gemacht. Unserer Auffassung nach gehört dazu selbstverständlich auch das Reiten der Pferde. Dies bestätigte auch eine Rückmeldung des Pandemiestabes Sachsen-Anhalts. Grundsätzlich gilt weiterhin, dass Reiten eine Individualsportart ist und demnach unter die Ausnahmeregelung der aktuellen Verordnung fällt. Laut der Rückmeldung des Ministerium darf maximal ein Pferd je 200 qm auf einer Sportanlage (Reithalle, Reitplatz) bewegt werden. Die Beaufsichtigung durch eine weitere Person ist aus Sicherheitsgründen möglich. Aktive Unterrichtserteilung in der Reithalle ist weiterhin nur in Form von Einzeltraining möglich. Im Freien hingegen können bis zu 20 Personen unter 18 Jahren bzw. fünf Erwachsene trainiert werden. Die Trainer werden bei diesen Vorgaben mitgezählt. Wettkämpfe für Berufssportler und Kadermitglieder dürfen unter bestimmten Voraussetzungen auch gem. der elften SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung stattfinden. Insbesondere für die Durchführung von Abzeichenlehrgängen gab es am 29.3.2021 ein Klarstellung. Diese lautet wie folgt: „Reitsport- abzeichenlehrgänge sind zulässig, wenn eine Ausnahme nach § 8 Abs. 1 Satz 3 der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vorliegt. Die Lehrgänge sind als Teil des Sportbetriebs anzusehen.“ Es muss immer beachtet werden, dass weiterreichende Einschränkungen durch die Kreise bei Vorliegen eines Inzidenzwertes von über 200 festgelegt werden müssen und die in Aussicht gestellten Lockerungen nur dann in Kraft treten, wenn landesweit die Inzidenz sinkt. Ein Unterschreiten der Inzidenz vom 50 in einem Landkreis allein reicht demnach nicht für weitere Lockerungen aus. Weitergehende Informationen finden Sie in den nachfolgenden Übersichten, welche entsprechend der aktuellen Verordnung umfassend angepasst wurden. +++ UPDATE ENDE +++ Einschränkungen für den Pferdesport bleiben bestehen Vorab: Grundsätzlich gilt, dass bei allen offenen Fragestellungen die jeweils zuständigen Landkreise zu kontaktieren und in die Prozesse einzubinden sind. Insbesondere weil weiterreichende Einschränkungen durch die Kreise bei Vorliegen eines Inzidenzwertes von über 200 festgelegt werden müssen. Auf Grundlage der geltenden Verordnung sind unverändert einige Fragen offen und müssen für eine rechtssichere Einschätzung von den zuständigen Behörden beantwortet werden. Hier kann nur ein Verweis auf die jeweils geltenden Bestimmungen erfolgen. Es folgen zunächst allgemeine Ausführungen zu der aktuellen Verordnung bevor genauere Aussagen zu den einzelnen Teilbereichen des Pferdesports folgen. Entsprechend der elften SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung ist gemäß §8 der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen untersagt. Allerdings gibt es Ausnahmen, die den Sportbetrieb für bestimmte Personen unter bestimmten Voraussetzungen zulassen. In der Verordnung heißt es wie folgt: Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie Schwimmbädern untersagt. Dies gilt sowohl für Sportanlagen im Freien als auch in geschlossenen Räumen. Ausgenommen hiervon sind der: 1. kontaktfreie Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand, 2. Sportbetrieb von Berufssportlern, 3. Sportbetrieb von Kaderathletinnen und Kaderathleten, die einem auf Bundesebene gebildeten Olympiakader, Perspektivkader, Ergänzungskader, Nachwuchskader 1 oder Nachwuchskader 2 eines Bundesfachverbandes des Deutschen Olympischen Sportbundes oder einem Landeskader eines Landesfachverbandes des LandesSportBundes Sachsen-Anhalt e.V. angehören sowie Schüler der Eliteschulen des Sports, 4. Trainingsbetrieb des organisierten, kontaktfreien Sports von Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres im Freien in Gruppen bis höchstens 20 Personen, einschließlich des Trainers, 5. Trainingsbetrieb des organisierten, kontaktfreien Sports von Erwachsenen im Freien in Kleingruppen bis höchstens fünf Personen, einschließlich des Trainers, Des weiteren gelten folgende Vorgaben gemäß der Verordnung für den zugelassenen Sportbetrieb: 1. die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sichergestellt, soweit die Ausübung der Sportart dem nicht entgegensteht; 2. Hygieneanforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Reinigung und Desinfektion von genutzten Sportgeräten, werden eingehalten; 3. Zuschauer sind nicht zugelassen. Die Nutzung der Sportanlage oder des Schwimmbades erfordert die Freigabe durch den Betreiber. Dieser hat die Empfehlungen der jeweiligen Sportverbände zur Nutzungsvoraussetzung zu erklären und zu dokumentieren sowie entsprechend der Größe und Beschaffenheit der Sportanlage eine Höchstbelegung der Sportsstätte festzulegen. Die Nutzung der Sportanlage oder des Schwimmbades soll auf den für den Sportbetrieb notwendigen Personenkreis (Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand bzw. Berufssportler) eingeschränkt werden. Diese Regelungen gelten auch für Reitanlagen. Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass unverändert für alle Bereiche des (Pferde-) Sports Hygienekonzepte vorhanden sein müssen. Entsprechende Konzepte liegen allerdings für den Pferdesport bereits seit Monaten vor und sind auch hier (in der an die aktuelle Verordnung angepassten Version) im weiteren Verlauf unter den einzelnen Teilbereichen zu finden. Für Veranstaltungen jedweder Art (Abzeichenprüfungen, Trainingstage, Reitertage, Turniere und Seminare) gilt grundsätzlich, dass diese nicht stattfinden dürfen. Unter bestimmten Voraussetzungen sind jedoch auch diese durchführbar. Weitere Informationen dazu finden sich im weiteren Verlauf. Reiten / Fahren / Voltigieren / Unterricht / Höchstbelegung der Reitanlage Turniere / Reitertage Abzeichenlehrgänge / Weiterbildungen / Seminare / sonst. Vereinsveranstaltungen Inzidenzen über 200 I f

Reiten / Fahren / Voltigieren / Unterricht / Höchstbelegung der

Reitanlage

Alle nachfolgenden Einschätzungen gelten nur für die Landkreise Sachsen- Anhalts, in denen die Inzidenz unter 200 liegt. In den Kreisen, in denen dies nicht der Fall ist, müssen weitere Einschränkungen beachtet werden. Wie sich diese auf den Sport auswirken, kann vorerst nur bedingt beantwortet werden. Erste Einschätzungen dazu finden Sie unter dem Punkt Inzidenzen über 200. Reiten, Fahren und Einzelvoltigieren sind Individualsportarten im Sinne der elften SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung. Damit ist grundsätzlich abgesichert, dass die einzelnen Disziplinen des Pferdesports weiterhin durchgeführt werden dürfen. Des Weiteren wurde uns vom Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt bestätigt, dass die Beaufsichtigung der Sporttreibenden durch eine zusätzliche Person schon allein aus Sicherheitsgründen gestattet ist. Zuschauer hingegen sind nicht zugelassen. Aktive Unterrichtserteilung in der Reithalle ist weiterhin nur in Form von Einzeltraining möglich. Im Freien hingegen können bis zu 20 Personen unter 18 Jahren bzw. fünf Erwachsene trainiert werden. Die Trainer bzw. der Trainer werden bei diesen Vorgaben mitgezählt. Weiterhin für geschlossene Räume, dass Gruppentraining mit mehr als zwei Sporttreibenden im Sinne der Kontaktminimierung grundsätzlich unzulässig und damit nur Einzelunterricht möglich ist. Aufgrund des beim Reiten von Natur aus bestehenden Abstands zu anderen Personen sowie der Erfordernisse des Tierwohls bestehen keine Bedenken hinsichtlich der Vorgabe: "ein Reiter-Pferd-Paar je 200 qm Reitfläche" Dies wurde vom Ministerium bestätigt und hat zur Folge, dass bspw. in einer 20*40 Reithalle maximal vier Reiter-Pferd-Paare sein dürfen und gilt auch für Reithallen. Keine Bedenken bestehen am Gespannfahren im Freien innerhalb der bestehenden Maximalzahlen, die in der Praxis keine relevante Größe darstellen sollten. Einzelvoltigieren in der Halle oder im Freien mit jeweils maximal zwei Personen (inkl. Trainer bzw. Longenführer) ist weiterhin gestattet. Unverändert gilt, dass Gruppenvoltigieren keine Individualsportart und keine kontaktfreie Sportart darstellt. Bezüglich der Fragestellung, ob Training von größeren Gruppen innerhalb der genannten Maximalzahlen auch beim Voltigieren möglich ist, wurde nun durch den LSB im Gespräch mit dem Ministerium geklärt. Demnach gilt: Das Kleingruppentraining im Freien ist in allen Sportarten möglich, insofern Trainingsformen zur Anwendung kommen, die eine Gewährung der Vorgaben des Paragrafen 8 Punkt (2) der Verordnung sicherstellen. Diese lauten: 1. Die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sicherzustellen, soweit die Ausübung der Sportart dem nicht entgegensteht; 2. Hygieneanforderungen, insbesondere die Reinigung und Desinfektion von genutzten Sportgeräten, werden eingehalten und 3. Zuschauer sind nicht zugelassen! Daraus ergibt sich für das Voltigieren, dass auch weiterhin in der überwiegenden Zahl der Fälle nur Einzeltraining möglich ist, da es unserer Sicht kaum eine Möglichkeit gibt, den unter Punkt 2 geforderten Hygieneanforderungen - insbesondere die Reinigung und Desinfektion von genutzten Sportgeräten - angemessen nachzukommen, wenn der Voltigiergurt von mehreren Voltigierern zwar hintereinander und nicht gleichzeitig aber dennoch in einer Trainingseinheit im Wechsel genutzt wird. Voltigieren in der Gruppe mit mehreren Personen zugleich auf einem Pferd ist gem. Punkt 1. unserer Ansicht nach nicht möglich. Weitere Informationen finden sich dazu in der Pressemeldung des LSB. Hier finden Sie den Leitfaden zur Durchführung von Training und der Höchstbelegung der Reitanlage, angepasst an die aktuelle Verordnung in Sachsen-Anhalt: Leitfaden Reitunterricht Die nachfolgend aufgeführten Musterpläne erleichtern Ihnen die Erstellung von Bewegung bzw. Hallennutzungsplänen, welche auch für die aktuellen Planungen bezüglich der Höchstbelegung der Anlage genutzt und frei an die jeweilige Situation angepasst werden können. Der Bewegungsplan bietet Hilfe bei der Einteilung der Personen, die sich zur Bewegung der Pferde auf auf den Reitplätzen oder in der Reithalle befinden. Hinweis: Dieser Plan sollte vom Betriebsleiter erstellt werden. Download Bewegungsplan Mit Hilfe der Anwesenheitsliste können die täglichen Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Personen auf der Reitanlage oder dem Verein dokumentiert werden bzw. kann mit Hilfe dieser Liste ein Plan erstellt werden, wer, wann auf der Anlage ist und so die Anzahl der Personen entsprechend der Höchstbelegung zu steuern. Download Anwesenheitsliste a Turniere in Sachsen-Anhalt Alle nachfolgenden Einschätzungen gelten nur für die Landkreise Sachsen- Anhalts, in denen die Inzidenz unter 200 liegt. In den Kreisen, in denen dies nicht der Fall ist, müssen weitere Einschränkungen beachtet werden. Wie sich diese auf den Sport auswirken, kann vorerst leider nicht beantwortet werden. Erste Einschätzungen dazu finden Sie unter dem Punkt Inzidenzen über 200. Bezüglich der Durchführung von jedweder Form von Veranstaltungen ist darauf hinzuweisen, dass diese grundsätzlich nicht stattfinden dürfen. Allerdings gibt es in diesem Kontext eine Ausnahmeregelung. Hinsichtlich des "Sportbetriebs von Berufssportlern" sowie „Landeskadern“ ist es unserer Einschätzung nach zutreffend, dass unter den Einschränkungen nach § 8 Absatz 2 und 3 der elften SARS-CoV-2-EindV auch Wettkämpfe dieser Berufsgruppe durchgeführt werden dürfen. Das heißt, dass Turniere für Berufsreiter durchgeführt werden dürfen, wenn sie die nachfolgenden Anforderungen erfüllen: Für den zugelassenen Sportbetrieb gelten folgende Einschränkungen: 1. die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sichergestellt, soweit die Ausübung der Sportart dem nicht entgegensteht; 2. Hygieneanforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Reinigung und Desinfektion von genutzten Sportgeräten, werden eingehalten; 3. Zuschauer sind nicht zugelassen. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass die Nutzung der Sportanlage die Freigabe durch den Betreiber erfordert. Dieser hat die Empfehlungen der jeweiligen Sportverbände zur Nutzungsvoraussetzung zu erklären und zu dokumentieren sowie entsprechend der Größe und Beschaffenheit der Sportanlage eine Höchstbelegung der Sportsstätte festzulegen. Die Nutzung der Sportanlage soll auf den für den Sportbetrieb der Berufssportler und Landeskader notwendigen Personenkreis eingeschränkt werden. Die Festlegung der Höchstbelegung hat unter Beachtung des geltenden Mindestabstandes zu erfolgen. Nachfolgend findet sich der Leitfaden, den die Anlagenbetreiber als Nutzungsvoraussetzung zu erklären haben. Wichtig ist, dass die jeweils geltende Verordnung immer Vorrang vor den Leitfäden haben. Des Weiteren ist wichtig, dass die zuständigen Landkreise und Gesundheitsämter berechtigt sind, weitere Auflagen zu erlassen und ggf. Veranstaltungen auch verbieten können. Bei einer solchen Absage handelt es sich sodann um höhere Gewalt. Warum dies wichtig sein kann, wird im nachfolgenden Abschnitt erläutert. Leitfaden Turniere b Abzeichenlehrgänge / Weiterbildungen / Seminare / sonst. Vereinsveranstaltungen Weiterbildungen, Seminare und auch sonstige Vereinsveranstaltungen dürfen gem. der elften SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung grundsätzlich nicht stattfinden. Eine Sonderstellungen nehmen nun die Abzeichenlehrgänge ein. Unsere Anfrage bei den Ministerien hat folgende Klarstellung ergeben: "Reitsportabzeichenlehrgänge sind zulässig, wenn eine Ausnahme nach § 8 Abs. 1 Satz 3 der SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung vorliegt. Die Lehrgänge sind als Teil des Sportbetriebs anzusehen." Damit wurde die landesweite Klärung mit dem zuständigen Ministerium herbeigeführt. Gleichzeitig raten wir unabhängig von dieser Klärung dazu, eine Genehmigung vom zuständigen Landkreis bzw. Gesundheitsamt einzuholen, um etwaige Problemstellungen bei möglichen Kontrollen durch die Ämter von Vornherein auszuschließen. Unserer Einschätzung nach können nunmehr Abzeichenlehrgänge im Rahmen der Verordnung benannten Grenzen und Vorgaben stattfinden. Unser Leitfaden Reitunterricht ist sinngemäß anzuwenden uns umzusetzen. Das heißt auch, dass der Theorieunterricht nicht wie gewohnt in geschlossenen Räumen stattfinden darf. Wir empfehlen die Durchführung per Fernunterricht, während der Trainingseinheiten zu Pferd oder während der Vor- und Nachbereitung der Pferde. Gleiches gilt aus unserer Sicht für die Prüfung. Die Vorgaben des Leitfadens und der vor allem der aktuellen Verordnung müssen zu jeder Zeit eingehalten werden. Neben den nun wieder erlaubten Abzeichenlehrgängen gibt teilweise spezielle Ausnahmen für bspw. innerbetriebliche Aus- und Weiterbildungen. Auch in diesem Kontext kann nur dringend zum Einholen einer Genehmigung des jeweils zuständigen Landkreis bzw. Gesundheitsamt geraten werden. c Inzidenz über 200 Die aktuelle Verordnung besagt diesbezüglich folgendes: § 13 Absatz 2 der elften SARS-CoV-2-EindV: Die Landkreise und kreisfreien Städte werden auf der Grundlage der Regelungen des Absatzes 1 ermächtigt und verpflichtet, soweit innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen die Rate der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 kumulativ den Wert von 100 je 100 000 Einwohner überschreitet und diese Inzidenz mindestens über einen Zeitraum von drei Tagen andauert, ab dem zweiten darauffolgenden Werktag die Kontakte durch Rechtsverordnung derart einzuschränken, dass 1. abweichend von § 2 Abs. 1 Satz 1 und Satz 2 der Aufenthalt im öffentlichen Raum ausschließlich alleine, im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person sowie den zu den Hausständen gehörenden Kindern, die das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, und 2. abweichend von § 2 Abs. 6 Satz 1 und Satz 2 private Zusammenkünfte und Feiern mit Freunden, Verwandten und Bekannten ausschließlich im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person sowie den zu den Hausständen gehörenden Kindern, die das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gestattet ist (Notbremse). Diese Rechtsverordnung kann, sofern innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen die Rate der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARSCoV- 2 kumulativ den Wert von 100 je 100 000 Einwohner unterschreitet und diese Inzidenz mindestens über einen Zeitraum von drei Tagen andauert, ab dem zweiten darauffolgenden Werktag aufgehoben werden. Bezüglich dieser Einschränkungen wurden bisher von betroffenen Landkreisen Ausnahmen für „Handlungen zur Versorgung und notwendigen Bewegung von Tieren“ gemacht. Unserer Auffassung nach gehört dazu selbstverständlich auch das Reiten der Pferde, da dies aus Gründen des Tierwohls zwingend zur Gesunderhaltung der Pferde notwendig ist. Wir bieten den nachfolgenden Bogen als Nachweis eines triftigen Grundes für das Verlassen des 15 km Radius. Musternachweis „triftiger Grund“ Da die betroffenen Kreise unserer Kenntnis nach bezüglich der Durchführung von berufssportlichen Veranstaltungen (Profi-Turniere), keinerlei neue Regelungen erlassen haben, gehen wir davon aus, dass unverändert die Vorgaben der aktuellen Verordnung Gültigkeit haben. Gleiches gilt für viele weitere Detailfragen zu den Abläufen auf den Reitanalgen. Auf diesen gelten, insofern es keine weiteren Einschränkungen in den einzelnen Landkreisen gibt, unverändert die o.g. Vorgaben und Leitfäden. <--- ZURÜCK
KONTAKT:  Landesverband der Reit- und Fahrvereine  Sachsen-Anhalt e.V. Geschäftsführer Roy Bartels I Tel.: 034956 I 229 65 I  E-Mail: LV-RFVSachsenAnhalt@online.de  Landeskommission für Pfedeleistungsprüfungen Geschäftsführer Thomas Preiß I Tel.: 034956 I 229 66 I  E-Mail: LK-SAN@online.de
Coronavirus
Coronavirus – Auswirkungen auf den Pferdesport in Sachsen-Anhalt +++ UPDATE 26.03.2021 +++ Lockerungen für den Pferdesport bleiben bestehen - Abzeichenlehrgänge wieder erlaubt Gemäß der elften SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung, die ab dem 29. März 2021 gilt, sind grundsätzlich auch weiterhin alle Sportanlagen zu schließen. Ausnahmen werden unter anderem auch weiterhin für Individualsport, Berufssportler, für unsere Kadermitglieder und nun neu für Training von (Klein- )Gruppen im Freien gemacht. Bezüglich der Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 km um den Wohnort bei Erreichen eines Inzidenzwertes über 200 je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen wurden bisher von betroffenen Landkreisen Ausnahmen für „Handlungen zur Versorgung und notwendigen Bewegung von Tieren“ gemacht. Unserer Auffassung nach gehört dazu selbstverständlich auch das Reiten der Pferde. Dies bestätigte auch eine Rückmeldung des Pandemiestabes Sachsen-Anhalts. Grundsätzlich gilt weiterhin, dass Reiten eine Individualsportart ist und demnach unter die Ausnahmeregelung der aktuellen Verordnung fällt. Laut der Rückmeldung des Ministerium darf maximal ein Pferd je 200 qm auf einer Sportanlage (Reithalle, Reitplatz) bewegt werden. Die Beaufsichtigung durch eine weitere Person ist aus Sicherheitsgründen möglich. Aktive Unterrichtserteilung in der Reithalle ist weiterhin nur in Form von Einzeltraining möglich. Im Freien hingegen können bis zu 20 Personen unter 18 Jahren bzw. fünf Erwachsene trainiert werden. Die Trainer werden bei diesen Vorgaben mitgezählt. Wettkämpfe für Berufssportler und Kadermitglieder dürfen unter bestimmten Voraussetzungen auch gem. der elften SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung stattfinden. Insbesondere für die Durchführung von Abzeichenlehrgängen gab es am 29.3.2021 ein Klarstellung. Diese lautet wie folgt: „Reitsport- abzeichenlehrgänge sind zulässig, wenn eine Ausnahme nach § 8 Abs. 1 Satz 3 der SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung vorliegt. Die Lehrgänge sind als Teil des Sportbetriebs anzusehen.“ Es muss immer beachtet werden, dass weiterreichende Einschränkungen durch die Kreise bei Vorliegen eines Inzidenzwertes von über 200 festgelegt werden müssen und die in Aussicht gestellten Lockerungen nur dann in Kraft treten, wenn landesweit die Inzidenz sinkt. Ein Unterschreiten der Inzidenz vom 50 in einem Landkreis allein reicht demnach nicht für weitere Lockerungen aus. Weitergehende Informationen finden Sie in den nachfolgenden Übersichten, welche entsprechend der aktuellen Verordnung umfassend angepasst wurden. +++ UPDATE ENDE +++ Einschränkungen für den Pferdesport bleiben bestehen Vorab: Grundsätzlich gilt, dass bei allen offenen Fragestellungen die jeweils zuständigen Landkreise zu kontaktieren und in die Prozesse einzubinden sind. Insbesondere weil weiterreichende Einschränkungen durch die Kreise bei Vorliegen eines Inzidenzwertes von über 200 festgelegt werden müssen. Auf Grundlage der geltenden Verordnung sind unverändert einige Fragen offen und müssen für eine rechtssichere Einschätzung von den zuständigen Behörden beantwortet werden. Hier kann nur ein Verweis auf die jeweils geltenden Bestimmungen erfolgen. Es folgen zunächst allgemeine Ausführungen zu der aktuellen Verordnung bevor genauere Aussagen zu den einzelnen Teilbereichen des Pferdesports folgen. Entsprechend der elften SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung ist gemäß §8 der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen untersagt. Allerdings gibt es Ausnahmen, die den Sportbetrieb für bestimmte Personen unter bestimmten Voraussetzungen zulassen. In der Verordnung heißt es wie folgt: Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie Schwimmbädern untersagt. Dies gilt sowohl für Sportanlagen im Freien als auch in geschlossenen Räumen. Ausgenommen hiervon sind der: 1. kontaktfreie Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand, 2. Sportbetrieb von Berufssportlern, 3. Sportbetrieb von Kaderathletinnen und Kaderathleten, die einem auf Bundesebene gebildeten Olympiakader, Perspektivkader, Ergänzungskader, Nachwuchskader 1 oder Nachwuchskader 2 eines Bundesfachverbandes des Deutschen Olympischen Sportbundes oder einem Landeskader eines Landesfachverbandes des LandesSportBundes Sachsen-Anhalt e.V. angehören sowie Schüler der Eliteschulen des Sports, 4. Trainingsbetrieb des organisierten, kontaktfreien Sports von Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres im Freien in Gruppen bis höchstens 20 Personen, einschließlich des Trainers, 5. Trainingsbetrieb des organisierten, kontaktfreien Sports von Erwachsenen im Freien in Kleingruppen bis höchstens fünf Personen, einschließlich des Trainers, Des weiteren gelten folgende Vorgaben gemäß der Verordnung für den zugelassenen Sportbetrieb: 1. die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sichergestellt, soweit die Ausübung der Sportart dem nicht entgegensteht; 2. Hygieneanforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Reinigung und Desinfektion von genutzten Sportgeräten, werden eingehalten; 3. Zuschauer sind nicht zugelassen. Die Nutzung der Sportanlage oder des Schwimmbades erfordert die Freigabe durch den Betreiber. Dieser hat die Empfehlungen der jeweiligen Sportverbände zur Nutzungsvoraussetzung zu erklären und zu dokumentieren sowie entsprechend der Größe und Beschaffenheit der Sportanlage eine Höchstbelegung der Sportsstätte festzulegen. Die Nutzung der Sportanlage oder des Schwimmbades soll auf den für den Sportbetrieb notwendigen Personenkreis (Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand bzw. Berufssportler) eingeschränkt werden. Diese Regelungen gelten auch für Reitanlagen. Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass unverändert für alle Bereiche des (Pferde-) Sports Hygienekonzepte vorhanden sein müssen. Entsprechende Konzepte liegen allerdings für den Pferdesport bereits seit Monaten vor und sind auch hier (in der an die aktuelle Verordnung angepassten Version) im weiteren Verlauf unter den einzelnen Teilbereichen zu finden. Für Veranstaltungen jedweder Art (Abzeichenprüfungen, Trainingstage, Reitertage, Turniere und Seminare) gilt grundsätzlich, dass diese nicht stattfinden dürfen. Unter bestimmten Voraussetzungen sind jedoch auch diese durchführbar. Weitere Informationen dazu finden sich im weiteren Verlauf. Reiten / Fahren / Voltigieren / Unterricht / Höchstbelegung der Reitanlage Turniere / Reitertage Abzeichenlehrgänge / Weiterbildungen / Seminare / sonst. Vereinsveranstaltungen Inzidenzen über 200 I f

Reiten / Fahren / Voltigieren / Unterricht /

Höchstbelegung der Reitanlage

Alle nachfolgenden Einschätzungen gelten nur für die Landkreise Sachsen-Anhalts, in denen die Inzidenz unter 200 liegt. In den Kreisen, in denen dies nicht der Fall ist, müssen weitere Einschränkungen beachtet werden. Wie sich diese auf den Sport auswirken, kann vorerst nur bedingt beantwortet werden. Erste Einschätzungen dazu finden Sie unter dem Punkt Inzidenzen über 200. Reiten, Fahren und Einzelvoltigieren sind Individualsportarten im Sinne der elften SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung. Damit ist grundsätzlich abgesichert, dass die einzelnen Disziplinen des Pferdesports weiterhin durchgeführt werden dürfen. Des Weiteren wurde uns vom Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt bestätigt, dass die Beaufsichtigung der Sporttreibenden durch eine zusätzliche Person schon allein aus Sicherheitsgründen gestattet ist. Zuschauer hingegen sind nicht zugelassen. Aktive Unterrichtserteilung in der Reithalle ist weiterhin nur in Form von Einzeltraining möglich. Im Freien hingegen können bis zu 20 Personen unter 18 Jahren bzw. fünf Erwachsene trainiert werden. Die Trainer bzw. der Trainer werden bei diesen Vorgaben mitgezählt. Weiterhin für geschlossene Räume, dass Gruppentraining mit mehr als zwei Sporttreibenden im Sinne der Kontaktminimierung grundsätzlich unzulässig und damit nur Einzelunterricht möglich ist. Aufgrund des beim Reiten von Natur aus bestehenden Abstands zu anderen Personen sowie der Erfordernisse des Tierwohls bestehen keine Bedenken hinsichtlich der Vorgabe: "ein Reiter-Pferd-Paar je 200 qm Reitfläche" Dies wurde vom Ministerium bestätigt und hat zur Folge, dass bspw. in einer 20*40 Reithalle maximal vier Reiter- Pferd-Paare sein dürfen und gilt auch für Reithallen. Keine Bedenken bestehen am Gespannfahren im Freien innerhalb der bestehenden Maximalzahlen, die in der Praxis keine relevante Größe darstellen sollten. Einzelvoltigieren in der Halle oder im Freien mit jeweils maximal zwei Personen (inkl. Trainer bzw. Longenführer) ist weiterhin gestattet. Unverändert gilt, dass Gruppenvoltigieren keine Individualsportart und keine kontaktfreie Sportart darstellt. Bezüglich der Fragestellung, ob Training von größeren Gruppen innerhalb der genannten Maximalzahlen auch beim Voltigieren möglich ist, wurde nun durch den LSB im Gespräch mit dem Ministerium geklärt. Demnach gilt: Das Kleingruppentraining im Freien ist in allen Sportarten möglich, insofern Trainingsformen zur Anwendung kommen, die eine Gewährung der Vorgaben des Paragrafen 8 Punkt (2) der Verordnung sicherstellen. Diese lauten: 1. Die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sicherzustellen, soweit die Ausübung der Sportart dem nicht entgegensteht; 2. Hygieneanforderungen, insbesondere die Reinigung und Desinfektion von genutzten Sportgeräten, werden eingehalten und 3. Zuschauer sind nicht zugelassen! Daraus ergibt sich für das Voltigieren, dass auch weiterhin in der überwiegenden Zahl der Fälle nur Einzeltraining möglich ist, da es unserer Sicht kaum eine Möglichkeit gibt, den unter Punkt 2 geforderten Hygieneanforderungen - insbesondere die Reinigung und Desinfektion von genutzten Sportgeräten - angemessen nachzukommen, wenn der Voltigiergurt von mehreren Voltigierern zwar hintereinander und nicht gleichzeitig aber dennoch in einer Trainingseinheit im Wechsel genutzt wird. Voltigieren in der Gruppe mit mehreren Personen zugleich auf einem Pferd ist gem. Punkt 1. unserer Ansicht nach nicht möglich. Weitere Informationen finden sich dazu in der Pressemeldung des LSB. Hier finden Sie den Leitfaden zur Durchführung von Training und der Höchstbelegung der Reitanlage, angepasst an die aktuelle Verordnung in Sachsen- Anhalt: Leitfaden Reitunterricht Die nachfolgend aufgeführten Musterpläne erleichtern Ihnen die Erstellung von Bewegung bzw. Hallennutzungsplänen, welche auch für die aktuellen Planungen bezüglich der Höchstbelegung der Anlage genutzt und frei an die jeweilige Situation angepasst werden können. Der Bewegungsplan bietet Hilfe bei der Einteilung der Personen, die sich zur Bewegung der Pferde auf auf den Reitplätzen oder in der Reithalle befinden. Hinweis: Dieser Plan sollte vom Betriebsleiter erstellt werden. Download Bewegungsplan Mit Hilfe der Anwesenheitsliste können die täglichen Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Personen auf der Reitanlage oder dem Verein dokumentiert werden bzw. kann mit Hilfe dieser Liste ein Plan erstellt werden, wer, wann auf der Anlage ist und so die Anzahl der Personen entsprechend der Höchstbelegung zu steuern. Download Anwesenheitsliste a Turniere in Sachsen-Anhalt Alle nachfolgenden Einschätzungen gelten nur für die Landkreise Sachsen-Anhalts, in denen die Inzidenz unter 200 liegt. In den Kreisen, in denen dies nicht der Fall ist, müssen weitere Einschränkungen beachtet werden. Wie sich diese auf den Sport auswirken, kann vorerst leider nicht beantwortet werden. Erste Einschätzungen dazu finden Sie unter dem Punkt Inzidenzen über 200. Bezüglich der Durchführung von jedweder Form von Veranstaltungen ist darauf hinzuweisen, dass diese grundsätzlich nicht stattfinden dürfen. Allerdings gibt es in diesem Kontext eine Ausnahmeregelung. Hinsichtlich des "Sportbetriebs von Berufssportlern" sowie „Landeskadern“ ist es unserer Einschätzung nach zutreffend, dass unter den Einschränkungen nach § 8 Absatz 2 und 3 der elften SARS-CoV-2-EindV auch Wettkämpfe dieser Berufsgruppe durchgeführt werden dürfen. Das heißt, dass Turniere für Berufsreiter durchgeführt werden dürfen, wenn sie die nachfolgenden Anforderungen erfüllen: Für den zugelassenen Sportbetrieb gelten folgende Einschränkungen: 1. die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sichergestellt, soweit die Ausübung der Sportart dem nicht entgegensteht; 2. Hygieneanforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Reinigung und Desinfektion von genutzten Sportgeräten, werden eingehalten; 3. Zuschauer sind nicht zugelassen. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass die Nutzung der Sportanlage die Freigabe durch den Betreiber erfordert. Dieser hat die Empfehlungen der jeweiligen Sportverbände zur Nutzungsvoraussetzung zu erklären und zu dokumentieren sowie entsprechend der Größe und Beschaffenheit der Sportanlage eine Höchstbelegung der Sportsstätte festzulegen. Die Nutzung der Sportanlage soll auf den für den Sportbetrieb der Berufssportler und Landeskader notwendigen Personenkreis eingeschränkt werden. Die Festlegung der Höchstbelegung hat unter Beachtung des geltenden Mindestabstandes zu erfolgen. Nachfolgend findet sich der Leitfaden, den die Anlagenbetreiber als Nutzungsvoraussetzung zu erklären haben. Wichtig ist, dass die jeweils geltende Verordnung immer Vorrang vor den Leitfäden haben. Des Weiteren ist wichtig, dass die zuständigen Landkreise und Gesundheitsämter berechtigt sind, weitere Auflagen zu erlassen und ggf. Veranstaltungen auch verbieten können. Bei einer solchen Absage handelt es sich sodann um höhere Gewalt. Warum dies wichtig sein kann, wird im nachfolgenden Abschnitt erläutert. Leitfaden Turniere b Abzeichenlehrgänge / Weiterbildungen / Seminare / sonst. Vereinsveranstaltungen Weiterbildungen, Seminare und auch sonstige Vereinsveranstaltungen dürfen gem. der elften SARS- CoV-2-Eindämmungsverordnung grundsätzlich nicht stattfinden. Eine Sonderstellungen nehmen nun die Abzeichenlehrgänge ein. Unsere Anfrage bei den Ministerien hat folgende Klarstellung ergeben: "Reitsportabzeichenlehrgänge sind zulässig, wenn eine Ausnahme nach § 8 Abs. 1 Satz 3 der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vorliegt. Die Lehrgänge sind als Teil des Sportbetriebs anzusehen." Damit wurde die landesweite Klärung mit dem zuständigen Ministerium herbeigeführt. Gleichzeitig raten wir unabhängig von dieser Klärung dazu, eine Genehmigung vom zuständigen Landkreis bzw. Gesundheitsamt einzuholen, um etwaige Problemstellungen bei möglichen Kontrollen durch die Ämter von Vornherein auszuschließen. Unserer Einschätzung nach können nunmehr Abzeichenlehrgänge im Rahmen der Verordnung benannten Grenzen und Vorgaben stattfinden. Unser Leitfaden Reitunterricht ist sinngemäß anzuwenden uns umzusetzen. Das heißt auch, dass der Theorieunterricht nicht wie gewohnt in geschlossenen Räumen stattfinden darf. Wir empfehlen die Durchführung per Fernunterricht, während der Trainingseinheiten zu Pferd oder während der Vor- und Nachbereitung der Pferde. Gleiches gilt aus unserer Sicht für die Prüfung. Die Vorgaben des Leitfadens und der vor allem der aktuellen Verordnung müssen zu jeder Zeit eingehalten werden. Neben den nun wieder erlaubten Abzeichenlehrgängen gibt teilweise spezielle Ausnahmen für bspw. innerbetriebliche Aus- und Weiterbildungen. Auch in diesem Kontext kann nur dringend zum Einholen einer Genehmigung des jeweils zuständigen Landkreis bzw. Gesundheitsamt geraten werden. c Inzidenz über 200 Die aktuelle Verordnung besagt diesbezüglich folgendes: § 13 Absatz 2 der elften SARS-CoV-2-EindV: Die Landkreise und kreisfreien Städte werden auf der Grundlage der Regelungen des Absatzes 1 ermächtigt und verpflichtet, soweit innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen die Rate der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 kumulativ den Wert von 100 je 100 000 Einwohner überschreitet und diese Inzidenz mindestens über einen Zeitraum von drei Tagen andauert, ab dem zweiten darauffolgenden Werktag die Kontakte durch Rechtsverordnung derart einzuschränken, dass 1. abweichend von § 2 Abs. 1 Satz 1 und Satz 2 der Aufenthalt im öffentlichen Raum ausschließlich alleine, im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person sowie den zu den Hausständen gehörenden Kindern, die das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, und 2. abweichend von § 2 Abs. 6 Satz 1 und Satz 2 private Zusammenkünfte und Feiern mit Freunden, Verwandten und Bekannten ausschließlich im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person sowie den zu den Hausständen gehörenden Kindern, die das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gestattet ist (Notbremse). Diese Rechtsverordnung kann, sofern innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen die Rate der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARSCoV- 2 kumulativ den Wert von 100 je 100 000 Einwohner unterschreitet und diese Inzidenz mindestens über einen Zeitraum von drei Tagen andauert, ab dem zweiten darauffolgenden Werktag aufgehoben werden. Bezüglich dieser Einschränkungen wurden bisher von betroffenen Landkreisen Ausnahmen für „Handlungen zur Versorgung und notwendigen Bewegung von Tieren“ gemacht. Unserer Auffassung nach gehört dazu selbstverständlich auch das Reiten der Pferde, da dies aus Gründen des Tierwohls zwingend zur Gesunderhaltung der Pferde notwendig ist. Wir bieten den nachfolgenden Bogen als Nachweis eines triftigen Grundes für das Verlassen des 15 km Radius. Musternachweis „triftiger Grund“ Da die betroffenen Kreise unserer Kenntnis nach bezüglich der Durchführung von berufssportlichen Veranstaltungen (Profi-Turniere), keinerlei neue Regelungen erlassen haben, gehen wir davon aus, dass unverändert die Vorgaben der aktuellen Verordnung Gültigkeit haben. Gleiches gilt für viele weitere Detailfragen zu den Abläufen auf den Reitanalgen. Auf diesen gelten, insofern es keine weiteren Einschränkungen in den einzelnen Landkreisen gibt, unverändert die o.g. Vorgaben und Leitfäden. <--- ZURÜCK
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