KONTAKT:  Landesverband der Reit- und Fahrvereine Sachsen-Anhalt e.V. Geschäftsführer Roy Bartels I Tel.: 034956 I 229 65 I E-Mail: LV-RFVSachsenAnhalt@online.de  Landeskommission für Pfedeleistungsprüfungen Geschäftsführer Thomas Preiß I Tel.: 034956 I 229 66 I E-Mail: LK-SAN@online.d
KONTAKT:  Landesverband der Reit- und Fahrvereine Sachsen-Anhalt e.V. Geschäftsführer Roy Bartels I Tel.: 034956 I 229 65 I E-Mail: LV-RFVSachsenAnhalt@online.de  Landeskommission für Pfedeleistungsprüfungen Geschäftsführer Thomas Preiß I Tel.: 034956 I 229 66 I E-Mail: LK-SAN@online.de
LANDESVERBAND der Reit- und Fahrvereine SACHSEN-ANHALT E.V.
Coronavirus
Coronavirus – Auswirkungen auf den Pferdesport in Sachsen-Anhalt +++ UPDATE 04.06.2020 +++ Alles neu und doch wie vorher - Reitunterricht unter Auflagen wieder erlaubt! Gemäß der sechsten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung die am 28.05.2020 in Kraft getreten ist und seit dem 02.06.2020 gilt, können Sportstätten unter Auflagen wieder öffnen. Demnach ist unter Einhaltung der Maßnahmen die Erteilung von Reitunterricht nun nicht mehr nur noch im Freien, sondern auch wieder in der Reithalle möglich. Auch die Durchführung von Turnieren und Abzeichenlehrgängen ist unter der Beachtung bestimmter Vorgaben wieder möglich. Allerdings haben sich sich auf Grundlage der aktuellen Verordnung sehr viele Fragen ergeben, die in Rahmen einer Anfrage des Landesverbandes an das Ministerium für Inneres und Sport geklärt werden sollten und zur Verzögerung des Updates dieser Homepage geführt haben. Die folgenden Einschätzungen basieren auf der Antwort des Ministeriums sowie auf der aktuellen Verordnungen. Leider konnten trotz der Anfrage nicht alle offenen Punkten abschließend geklärt werden. Hier finden Sie die Anfrage an das Innenministerium Nachfolgende Übersichten zum aktuellen Stand wurden entsprechend der Rückmeldung des Innenministeriums und der aktuellen Verordnung umfassend angepasst. +++ UPDATE ENDE +++ Wegfall aller Sonderregelungen für den Pferdesport führen kaum zu Unterschieden in der Praxis Mit dem Inkrafttreten der 6. Verordnung sind nunmehr alle Sonderregelungen für den Pferdesport und die Versorgung der Pferde gestrichen wurden. Dies hat zur Folge, dass sich die Vereine, Betriebe und Privatanlagen nun an den gleichen Bestimmungen orientieren müssen, wie alle anderen Sportanlagen auch. In der Praxis wird dies jedoch nur zu wenigen Unterschieden führen, da die nun beschlossenen Lockerungen selbstverständlich auch für den Pferdesport gelten und somit „unterm Strich“ mehr möglich ist als bisher bei gleichzeitiger Beibehaltung der für den Pferdesport ohnehin geltenden Anforderungen. Anhand der aktuell gültigen Verordnung müssen aus unserer Sicht grundsätzlich unterschiedliche Szenarien auch unterschiedlich behandelt werden. Dazu gehören die Versorgung der Pferde, das Training bzw. Reitunterricht, Trainingstage, Reitertage und Turniere sowie Weiterbildungen oder Seminare. Grundsätzlich gilt, dass bei allen Fragestellungen die jeweils zuständigen Landkreise zu kontaktieren und in die Prozesse einzubinden sind. Auf Grundlage der geltenden Verordnung sind viele Fragen offen und müssen für eine rechtssichere Einschätzung von den zuständigen Behörden beantwortet werden. Hier kann nur ein Verweis auf die jeweils geltenden Bestimmungen und die offenen Fragestellung erfolgen. Nach der sechsten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung ist gem. §8 (Sportstätten und Sportbetrieb) „der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen“ eingeschränkt möglich. Folgende Einschränkungen wurden festgelegt: 1. die Ausübung erfolgt kontaktfrei und die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sichergestellt, 2. Hygieneanforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Desinfektion von genutzten Sportgeräten, werden eingehalten, 3. Wettkampfbetrieb findet nicht statt und 4. Zuschauer sind nicht zugelassen. Weiterhin gilt: „Die Nutzung der Sportstätte erfordert die Freigabe durch den Betreiber. Dieser hat die Empfehlungen der jeweiligen Sportverbände zur Nutzungsvoraussetzung zu erklären und zu dokumentieren sowie entsprechend der Größe und Beschaffenheit der Sportanlage eine Höchstbelegung der Sportsstätte festzulegen.“ Diese Regelungen gelten aus unserer Sicht auch für Reitanlagen und machen die Rückkehr zum teilweisen Regelbetrieb unter den vorgenannten Einschränkungen möglich. Für Veranstaltungen jedweder Art (Abzeichenprüfungen, Traningstage, Reitertage, Turniere und Seminare) gelten wiederum andere Vorgaben. Nachfolgend haben wir die aus unserer Sicht betreffenden Passagen der Verordnung, Stellungnahmen und Leitfäden zusammengefasst. Reitunterricht / Versorgung der Pferde Turniere / Reitertage Abzeichenlehrgänge Weiterbildungen / Seminare f

Reitunterricht / Versorgung der Pferde

Nach der sechsten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung ist gem. §8 (Sportstätten und Sportbetrieb) „der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen“ eingeschränkt möglich. Folgende Einschränkungen wurden festgelegt: 1. die Ausübung erfolgt kontaktfrei und die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sichergestellt, 2. Hygieneanforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Desinfektion von genutzten Sportgeräten, werden eingehalten, 3. Wettkampfbetrieb findet nicht statt und 4. Zuschauer sind nicht zugelassen. Weiterhin gilt: „Die Nutzung der Sportstätte erfordert die Freigabe durch den Betreiber. Dieser hat die Empfehlungen der jeweiligen Sportverbände zur Nutzungsvoraussetzung zu erklären und zu dokumentieren sowie entsprechend der Größe und Beschaffenheit der Sportanlage eine Höchstbelegung der Sportsstätte festzulegen.“ Aus diesen Vorgaben ergeben sich folgende Fragestellungen: Die unter 2. aufgeführten Hygieneanforderungen gelten gemäß der Begründung zur Verordnung „grundsätzlich für alle Bereiche dieser Verordnung“, finden sich unter § 2 Abs. I Nr. 2.-4. sechsten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung und lauten wie folgt: 1. Einhaltung von Abstandsregelungen von mindestens 1,5 Metern Abstand zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, 2. ein verstärktes Reinigungs- und Desinfektionsregime, zu dem unter Beachtung der jeweiligen Gegebenheiten in der Einrichtung ein Konzept zu erstellen ist, welches die aktuellen Empfehlungen der allgemeinen Hygiene berücksichtigt; die zuständigen Behörden sind berechtigt, die Einhaltung der erweiterten Schutzmaßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls weitere Auflagen zu erteilen, 3. Vermeidung von Ansammlungen von mehr als zehn Personen, insbesondere Warteschlangen von Besucherinnen und Besuchern (z. B. durch Öffnung einer ausreichenden Zahl von Kassen); § 1 Abs. 1 Satz 3 gilt entsprechend, 4. Information der Kunden über gut sichtbare Aushänge und, soweit möglich, regelmäßige Durchsagen über die Verpflichtung zur Abstandsregelung und zur Einhaltung der Schutzmaßnahmen. Wie zu sehen ist, kommt es zu einigen Dopplungen bei den Vorgaben. Im Kern kann jedoch festgestellt werden, dass sich für all diejenigen, die sich bisher schon an die Leitfäden der FN, welche nachfolgend zu finden sind, halten und einen Plan für den Zutritt zu Ihrer Anlage erstellt haben, recht wenig ändert. „Neue Lockerungen“ sind, dass nun auch wieder in der Reithalle trainiert werden darf und dass die Trainingsgruppen nun aus bis zu zehn Personen (9+1) bestehen dürfen. Diese Lockerungen sind natürlich zu begrüßen, dennoch ergeben sich aus den aktuellen Regelungen einige Fragen, zu denen das Innenministerium Stellung genommen hat. Zur Festlegung der Höchstbelegung der Sportanlagen und der gesamten Reitanlage äußert sich das Innenministerium wie folgt: „Der Betreiber legt auch die Höchstbelegung der Sportstätte fest. Wenn die Sportstätte aus mehreren Einzelanlagen besteht, z.B. Großspielfeld und Kleinspielfeld oder Reithalle und Reitplatz, kann der Betreiber für jede Einzelanlage unterschiedliche Höchstgrenzen festlegen. Die Größe der Trainigsgruppen sollte mit Blick auf § 1 Abs. 1 der 6. SARS-CoV-2-EindV grundsätzlich auf Zehn Personen beschränkt werden.“ Leider äußert sich das Ministerium nicht dazu, wie ein Höchstzahl für die gesamte Reitanlage zu ermitteln ist. Wir gehen davon aus, dass sich die Höchstzahl danach richtet, dass die Mindestabstände eingehalten werden können und es nicht zu Ansammlungen von Personen kommt. Eine belastbare Auskunft kann diesbezüglich nur der jeweils zuständige Landkreis geben. Der Betreiber einer Reitanlage hat die „Empfehlungen der jeweiligen Sportverbände zur Nutzungsvoraussetzung zu erklären und zu dokumentieren“. Bezüglich der Fragestellung, wie dies zu erfolgen hat, nimmt das Innenministerium wie folgt Stellung: „Wie die Empfehlungen der Sportverbände als Nutzungsvoraussetzung erklärt und dokumentiert werden, regelt der Betreiber grundsätzlich eigenständig. Die Empfehlungen der jeweiligen Sportverbände sind aber zumindest an den Eingängen zur Sportstätte für die Sporttreibenden gut sichtbar bekannt zu machen, damit alle Sporttreibenden sie zur Kenntnis nehmen können“ Da meisten Ställe ohnehin bereits nach den Vorgaben der FN handeln, sollte diese Vorgabe keine großen Änderungen für den praktischen Ablauf zur Folge haben. Hier finden sich nochmals der Leitfaden der FN zur Durchführung von Reitunterricht: Leitfaden Reitunterricht Zusätzlich weißt das Innenministerium darauf hin, dass die Regelungen der 6. SARS-CoV-2-EindV vorrangig sind, vor denen der Leitfäden. Ansonsten ist zu beachten, dass kein weiterer Publikumsverkehr auf der Reitanlage zuglassen werden kann. Personen, die nicht für die Versorgung und Bewegung der Pferde vorgesehen sind oder die nicht am Training/Reitunterricht teilnehmen, dürfen die Anlage nicht betreten. Die nachfolgend aufgeführten Musterpläne erleichtern Ihnen die Erstellung von Notfallversorgungs- und Bewegungsplänen, welche auch für die aktuellen Planungen bezüglich der Höchstbelegung der Anlage genutzt werden können. Der Notbewegungsplan bietet Hilfe bei der Einteilung der Personen, die sich zur Bewegung der Pferde auf der Anlage befinden. Hinweis: Dieser Plan sollte vom Betriebsleiter in Absprache mit den verantwortlichen Bewegungshelfern erstellt werden. Download Notbewegungsplan 20 Pferde Download Notbewegungsplan 48 Pferde Der Pferdeversorgungsplan bietet Hilfe bei der Einteilung der Personen, die sich um die Versorgung der Pferde kümmern (Fütterung, Pflege der Boxen, tägliche Tierkontrolle, freie Bewegung). Hinweis: Dieser Plan sollte vom Betriebsleiter in Absprache mit den verantwortlichen Versorgern erstellt werden. Download Pferdeversorgungsplan Mit Hilfe der Anwesenheitsliste können die täglichen Ankunfts- und Abfahrtszeiten der verantwortlichen Personen zu Pferdebewegung dokumentiert werden (pro Person ein Bogen). Download Anwesenheitsliste Die FN hat ein Muster-Formular für Personen erstellt, die für die notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde vorgesehen sind. Dies sollte auf dem Vereinsbriefpapier ausgedruckt und von den jeweiligen "Notversorgern" ausgefüllt werden. Die FN rät die Notversorger dringend dazu an, das Dokument stets in Verbindung mit dem Personalausweis und der Kopie des Pferdepasses mitzuführen und sich auf der Anlage an die Hygiene-Regeln zu halten. a Turniere in Sachsen-Anhalt Die Leitlinien zum Kampf gegen die Corona-Epidemie verbieten den Wettkampfbetrieb auf privaten und öffentlichen Sportanlagen. Grundsätzlich ist dies auch unverändert der Fall, jedoch wurde ein Ausnahmeregelung für die Durchführung von Turnieren, insbesondere (jedoch nicht ausschließlich) für Berufssportler und Kaderathleten (gemeint sind hier Olympiakader, Perspektivkader, Nachwuchskader 1 und 2) geschaffen. Das Innenministerium äußert sich dazu wie folgt: Gemäß § 8 Abs. 5 der Sechsten Eindämmungsverordnung sind aber Ausnahmeregelungen, insbesondere für Berufssportler (z. B. Wettkämpfe für Berufsreiter) und Kadersportler (Olympiakader, Perspektivkader, Nachwuchskader 1 und 2, also keine Landeskader), möglich. Zu beantragen sind die Ausnahmen für Berufssportler bei den Landkreisen und kreisfreien Städten. Antragsberechtigt sind Berufssportler oder deren Arbeitgeber und Veranstalter von Sportveranstaltungen. Diese müssten sich also an die Gesundheitsämter der Landkreise oder kreisfreien Städte wenden, in denen die Wettkämpfe durchgeführt werden sollen. Gleichwohl wurden bereits Genehmigungen für die Durchführung von Turnieren für alle Teilnehmerkreise und nicht nur für einzelne Teilnehmergruppen von jeweils zuständigen Landkreisen erteilt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Formulierung der Verordnung hier den Landkreises einen gewissen Genehmigungsspielraum einräumt. Es ist also bis mindestens zum Ende des Gültigkeitszeitraumes der aktuellen Verordnung (1. Juli 2020) zwingend notwendig, dass für die Durchführung von Turnieren und Reitertagen die Genehmigung des jeweils zuständigen Landkreises vorliegt. In aller Regel wird dazu es notwendig sein, dass der Veranstalter ein Hygienekonzept bei dem jeweiligen Landkreis einreicht. Es empfiehlt sich bei der Erstellung eines Konzeptes den folgenden Leitfaden zu berücksichtigen: Leitfaden Turniere Diese Veranstaltungen müssen vorerst ohne Zuschauer stattfinden. Eine Änderung dieser Vorgabe wurde im Rahmen des Sachsen-Anhalt Planes für Mitte Juli in Aussicht gestellt, sodass dann ggf. wieder eine begrenzte Zahl von Zuschauern möglich sein wird. Folgen für Teilnehmer und Veranstalter Im Falle höherer Gewalt können Turniere und Prüfungen mit Genehmigung der zuständigen Stelle abgesagt werden. Sofern ein Turnier oder Prüfungen aufgrund von höherer Gewalt abgesagt werden müssen, ergibt sich aus der LPO konkret, welcher Anteil an Nenngeldern beim Veranstalter verbleibt, damit dieser seine bereits getätigten Kosten decken kann, und welcher Anteil an den Teilnehmer/Nenner zurückzuzahlen ist. Bei Absage bis Nennungsschluss (bzw. ca. 2 Tage nach Nennungsschluss) erfolgt keine Abbuchung des Nenngeldes durch die FN. Bei Absage nach Nennungsschluss (d.h. das Geld wurde von der FN bereits von den Nennern abgebucht und an den Veranstalter überwiesen), muss der Veranstalter das Nenngeld an die Nenner/Teilnehmer zurückerstatten. Die Abrechnungspraxis sieht laut §26.2.3 LPO folgendermaßen aus: Wenn eine oder mehrere Prüfungen aufgrund von höherer Gewalt abgesagt werden müssen, verbleiben dem Veranstalter 3 Euro je reserviertem Startplatz, bei Vielseitigkeits- Prüfungen sind es 10 Euro. Den darüber hinausgehenden Anteil des Nenngeldes muss der Veranstalter dem Nenner/Teilnehmer erstatten. Der Teilnehmer erhält demnach seine Kosten abzüglich des Veranstalteranteils und abzüglich der 0,85 Cent FN-Nennungsgebühr zurück. Letztere bleibt bei der FN, da das Nennungssystem genutzt und die Nennung bearbeitet wurde. b Abzeichenlehrgänge Da nahand der geltenden Verordnungen aus unserer Sicht eindeutig hervorgeht, wie Abzeichenlehrgänge abschließend rechtssicher zu behandeln sind, kann an dieser Stelle nur auf die jeweils zuständigen Landkreise verwiesen werden. Unsere Anfrage zu diesem Bereich wurde leider nicht beantwortet. Aus unserer Sicht stellt die Durchführung der Unterrichtseinheiten im Rahmen eines Abzeichenlehrganges Sportbetrieb bzw. Training dar, sodass die gleichen Voraussetzungen gelten (s. Reitunterricht/Versorgung der Pferde). Ob und in wie fern jedoch die Prüfung als eine Vereinsveranstaltung anzusehen ist oder von den grundsätzlichen Vorgaben zum Betrieb von Sportanlagen gedeckt ist, können nur die zuständigen Landkreise abschließend beantworten. Als Hilfestellung zur Durchführung von Abzeichen lehrgängen ist nachfo,gend der Leitfaden der FN zu finden: Leitfaden Abzeichenlehrgänge e Weiterbildungen / Seminare / sonst. Vereinsveranstaltungen Das Innenministerium schreibt dazu: Veranstaltungen der Sportvereine, z.B. Seminare, Mitgliederversammlungen, Weiterbildungen sind gemäß §1 Abs. 4 Nr. 2 der 6. SARS-CoV-2-EindV möglich. Hierfür hat der Veranstalter ein Konzept zu erstellen, wie die Einhaltung der Regelungen des § 1 Abs. 5 und des § 2 Abs. 1 der 6. SARS- CoV-2-EindV sichergestellt wird. Die Teilnehmerzahl ist auf 100, ab 1. Juli 2020 auf 250 begrenzt. In § 1 Abs. 5 heißt es: Bei den nach Absatz 3 und 4 vom Verbot ausgenommenen Veranstaltungen, Ansammlungen und Zusammenkünften hat der Veranstalter oder die Veranstalterin Folgendes sicherzustellen: 1. zwischen den Teilnehmenden wird ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten und 2. die anwesenden Personen werden in einer Anwesenheitsliste erfasst, die mindestens die folgenden Angaben enthalten muss: Vor- und Familienname, vollständige Anschrift und Telefonnummer; die Anwesenheitsliste ist von der Veranstalterin oder dem Veranstalter für die Dauer von vier Wochen nach Ende der Veranstaltung aufzubewahren und dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen vollständig auszuhändigen, spätestens zwei Monate nach Ende der Veranstaltung sind diese Daten zu löschen, 3. Personen mit erkennbaren Symptomen einer COVID-19 Erkrankung oder jeglichen Erkältungssymptomen sind auszuschließen; 4. Abfrage der Teilnehmenden, ob diese innerhalb der letzten 14 Tage aus einem Staat, der nicht der Staatengruppe nach § 1 Abs. 4 der SARS-CoV- 2-Quarantäneverordnung vom 9. April 2020 (GVB1. LSA S. 124), zuletzt geändert durch Verordnung vom 19. Mai 2020 (GVB1. LSA S. 248) angehört, zurückgekehrt sind oder ob sie in Kontakt zu Rückkehrern standen oder Kontakt zu infizierten Personen hatten; diese Personen sind auszuschließen, soweit sie eine der Fragen mit ja beantworten; 5. aktive und geeignete Information der Teilnehmenden über allgemeine schutzmaßnahmen wie Händehygiene, Abstand halten und Husten-und Nies-Etikette. In § 2 Abs. 1 der 6. SARS-CoV-2-EindV heißt es: In allen Betrieben, Einrichtungen und bei Angeboten im Sinne dieser Verordnung sind Hygienevorschriften entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zu beachten. Der Betrieb der Einrichtungen und Angebote erfolgt unter strengen Auflagen zur Hygiene, um die Reduzierung von Kontakten sowie den Schulz der Besucherinnen und Besucher vor Infektionen sicherzustellen durch: 1. Einhaltung von Abstandsregelungen von mindestens 1,5 Metern Abstand zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, 2. ein verstärktes Reinigungs- und Desinfektionsregime, zu dem unter Beachtung der jeweiligen Gegebenheiten in der Einrichtung ein Konzept zu erstellen ist, welches die aktuellen Empfehlungen der allgemeinen Hygiene berücksichtigt; die zuständigen Behörden sind berechtigt, die Einhaltung der erweiterten Schutzmaßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls weitere Auflagen zu erteilen, 3. Vermeidung von Ansammlungen von mehr als zehn Personen, insbesondere Warteschlangen von Besucherinnen und Besuchern (z. B. durch Öffnung einer ausreichenden Zahl von Kassen); § 1 Abs. 1 Satz 3 gilt entsprechend, 4. Information der Kunden über gut sichtbare Aushänge und, soweit möglich, regelmäßige Durchsagen über die Verpflichtung zur Abstandsregelung und zur Einhaltung der Schutzmaßnahmen. Bei Zuwiderhandlungen sind unverzüglich Hausverbote auszusprechen. Lassen sich in Einrichtungen, Betrieben und bei Angeboten die Abstandsregelungen nach Satz 2 Nr. 1 durch örtliche Vorkehrungen, insbesondere der räumlichen Trennung, der Anordnung oder Freihaltung von Sitzplätzen oder dem Anbringen von Abstandsmarkierungen nicht sicherstellen (z. B. Ladengeschäfte), hat der Infektionsschutz der Besucherinnen und Besucher zusätzlich zu erfolgen durch Zugangsbeschränkungen oder Einlasskontrollen, die sicherstellen, dass sich in den Räumlichkeiten sowie auf dem Außengelände nur aufhalten: 1. bei einer Fläche bis zu 800 Quadratmetern höchstens eine Besucherin oder ein Besucher je 10 Quadratmeter Fläche, 2. bei einer Fläche von mehr als 800 Quadratmetern zusätzlich zur Höchstkundenzahl nach Nummer 1 höchstens eine Besucherin oder ein Besucher je 20 Quadratmeter der Fläche, die 800 Quadratmeter übersteigt. Eine separate Genehmigung muss unserer Kenntnis nach nicht eingeholt werden, jedoch muss jeder Zeit mit Überprüfungen der zuständigen Behörden gerechnet werden. <--- ZURÜCK
KONTAKT:  Landesverband der Reit- und Fahrvereine  Sachsen-Anhalt e.V. Geschäftsführer Roy Bartels I Tel.: 034956 I 229 65 I  E-Mail: LV-RFVSachsenAnhalt@online.de  Landeskommission für Pfedeleistungsprüfungen Geschäftsführer Thomas Preiß I Tel.: 034956 I 229 66 I  E-Mail: LK-SAN@online.de
Coronavirus
Coronavirus – Auswirkungen auf den Pferdesport in Sachsen-Anhalt +++ UPDATE 04.06.2020 +++ Alles neu und doch wie vorher - Reitunterricht unter Auflagen wieder erlaubt! Gemäß der sechsten SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung die am 28.05.2020 in Kraft getreten ist und seit dem 02.06.2020 gilt, können Sportstätten unter Auflagen wieder öffnen. Demnach ist unter Einhaltung der Maßnahmen die Erteilung von Reitunterricht nun nicht mehr nur noch im Freien, sondern auch wieder in der Reithalle möglich. Auch die Durchführung von Turnieren und Abzeichenlehrgängen ist unter der Beachtung bestimmter Vorgaben wieder möglich. Allerdings haben sich sich auf Grundlage der aktuellen Verordnung sehr viele Fragen ergeben, die in Rahmen einer Anfrage des Landesverbandes an das Ministerium für Inneres und Sport geklärt werden sollten und zur Verzögerung des Updates dieser Homepage geführt haben. Die folgenden Einschätzungen basieren auf der Antwort des Ministeriums sowie auf der aktuellen Verordnungen. Leider konnten trotz der Anfrage nicht alle offenen Punkten abschließend geklärt werden. Hier finden Sie die Anfrage an das Innenministerium Nachfolgende Übersichten zum aktuellen Stand wurden entsprechend der Rückmeldung des Innenministeriums und der aktuellen Verordnung umfassend angepasst. +++ UPDATE ENDE +++ Wegfall aller Sonderregelungen für den Pferdesport führen kaum zu Unterschieden in der Praxis Mit dem Inkrafttreten der 6. Verordnung sind nunmehr alle Sonderregelungen für den Pferdesport und die Versorgung der Pferde gestrichen wurden. Dies hat zur Folge, dass sich die Vereine, Betriebe und Privatanlagen nun an den gleichen Bestimmungen orientieren müssen, wie alle anderen Sportanlagen auch. In der Praxis wird dies jedoch nur zu wenigen Unterschieden führen, da die nun beschlossenen Lockerungen selbstverständlich auch für den Pferdesport gelten und somit „unterm Strich“ mehr möglich ist als bisher bei gleichzeitiger Beibehaltung der für den Pferdesport ohnehin geltenden Anforderungen. Anhand der aktuell gültigen Verordnung müssen aus unserer Sicht grundsätzlich unterschiedliche Szenarien auch unterschiedlich behandelt werden. Dazu gehören die Versorgung der Pferde, das Training bzw. Reitunterricht, Trainingstage, Reitertage und Turniere sowie Weiterbildungen oder Seminare. Grundsätzlich gilt, dass bei allen Fragestellungen die jeweils zuständigen Landkreise zu kontaktieren und in die Prozesse einzubinden sind. Auf Grundlage der geltenden Verordnung sind viele Fragen offen und müssen für eine rechtssichere Einschätzung von den zuständigen Behörden beantwortet werden. Hier kann nur ein Verweis auf die jeweils geltenden Bestimmungen und die offenen Fragestellung erfolgen. Nach der sechsten SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung ist gem. §8 (Sportstätten und Sportbetrieb) „der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen“ eingeschränkt möglich. Folgende Einschränkungen wurden festgelegt: 1. die Ausübung erfolgt kontaktfrei und die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sichergestellt, 2. Hygieneanforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Desinfektion von genutzten Sportgeräten, werden eingehalten, 3. Wettkampfbetrieb findet nicht statt und 4. Zuschauer sind nicht zugelassen. Weiterhin gilt: „Die Nutzung der Sportstätte erfordert die Freigabe durch den Betreiber. Dieser hat die Empfehlungen der jeweiligen Sportverbände zur Nutzungsvoraussetzung zu erklären und zu dokumentieren sowie entsprechend der Größe und Beschaffenheit der Sportanlage eine Höchstbelegung der Sportsstätte festzulegen.“ Diese Regelungen gelten aus unserer Sicht auch für Reitanlagen und machen die Rückkehr zum teilweisen Regelbetrieb unter den vorgenannten Einschränkungen möglich. Für Veranstaltungen jedweder Art (Abzeichenprüfungen, Traningstage, Reitertage, Turniere und Seminare) gelten wiederum andere Vorgaben. Nachfolgend haben wir die aus unserer Sicht betreffenden Passagen der Verordnung, Stellungnahmen und Leitfäden zusammengefasst. Reitunterricht / Versorgung der Pferde Turniere / Reitertage Abzeichenlehrgänge Weiterbildungen / Seminare f

Reitunterricht / Versorgung der Pferde

Nach der sechsten SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung ist gem. §8 (Sportstätten und Sportbetrieb) „der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen“ eingeschränkt möglich. Folgende Einschränkungen wurden festgelegt: 1. die Ausübung erfolgt kontaktfrei und die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sichergestellt, 2. Hygieneanforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Desinfektion von genutzten Sportgeräten, werden eingehalten, 3. Wettkampfbetrieb findet nicht statt und 4. Zuschauer sind nicht zugelassen. Weiterhin gilt: „Die Nutzung der Sportstätte erfordert die Freigabe durch den Betreiber. Dieser hat die Empfehlungen der jeweiligen Sportverbände zur Nutzungsvoraussetzung zu erklären und zu dokumentieren sowie entsprechend der Größe und Beschaffenheit der Sportanlage eine Höchstbelegung der Sportsstätte festzulegen.“ Aus diesen Vorgaben ergeben sich folgende Fragestellungen: Die unter 2. aufgeführten Hygieneanforderungen gelten gemäß der Begründung zur Verordnung „grundsätzlich für alle Bereiche dieser Verordnung“, finden sich unter § 2 Abs. I Nr. 2.-4. sechsten SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung und lauten wie folgt: 1. Einhaltung von Abstandsregelungen von mindestens 1,5 Metern Abstand zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, 2. ein verstärktes Reinigungs- und Desinfektionsregime, zu dem unter Beachtung der jeweiligen Gegebenheiten in der Einrichtung ein Konzept zu erstellen ist, welches die aktuellen Empfehlungen der allgemeinen Hygiene berücksichtigt; die zuständigen Behörden sind berechtigt, die Einhaltung der erweiterten Schutzmaßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls weitere Auflagen zu erteilen, 3. Vermeidung von Ansammlungen von mehr als zehn Personen, insbesondere Warteschlangen von Besucherinnen und Besuchern (z. B. durch Öffnung einer ausreichenden Zahl von Kassen); § 1 Abs. 1 Satz 3 gilt entsprechend, 4. Information der Kunden über gut sichtbare Aushänge und, soweit möglich, regelmäßige Durchsagen über die Verpflichtung zur Abstandsregelung und zur Einhaltung der Schutzmaßnahmen. Wie zu sehen ist, kommt es zu einigen Dopplungen bei den Vorgaben. Im Kern kann jedoch festgestellt werden, dass sich für all diejenigen, die sich bisher schon an die Leitfäden der FN, welche nachfolgend zu finden sind, halten und einen Plan für den Zutritt zu Ihrer Anlage erstellt haben, recht wenig ändert. „Neue Lockerungen“ sind, dass nun auch wieder in der Reithalle trainiert werden darf und dass die Trainingsgruppen nun aus bis zu zehn Personen (9+1) bestehen dürfen. Diese Lockerungen sind natürlich zu begrüßen, dennoch ergeben sich aus den aktuellen Regelungen einige Fragen, zu denen das Innenministerium Stellung genommen hat. Zur Festlegung der Höchstbelegung der Sportanlagen und der gesamten Reitanlage äußert sich das Innenministerium wie folgt: „Der Betreiber legt auch die Höchstbelegung der Sportstätte fest. Wenn die Sportstätte aus mehreren Einzelanlagen besteht, z.B. Großspielfeld und Kleinspielfeld oder Reithalle und Reitplatz, kann der Betreiber für jede Einzelanlage unterschiedliche Höchstgrenzen festlegen. Die Größe der Trainigsgruppen sollte mit Blick auf § 1 Abs. 1 der 6. SARS-CoV-2-EindV grundsätzlich auf Zehn Personen beschränkt werden.“ Leider äußert sich das Ministerium nicht dazu, wie ein Höchstzahl für die gesamte Reitanlage zu ermitteln ist. Wir gehen davon aus, dass sich die Höchstzahl danach richtet, dass die Mindestabstände eingehalten werden können und es nicht zu Ansammlungen von Personen kommt. Eine belastbare Auskunft kann diesbezüglich nur der jeweils zuständige Landkreis geben. Der Betreiber einer Reitanlage hat die „Empfehlungen der jeweiligen Sportverbände zur Nutzungsvoraussetzung zu erklären und zu dokumentieren“. Bezüglich der Fragestellung, wie dies zu erfolgen hat, nimmt das Innenministerium wie folgt Stellung: „Wie die Empfehlungen der Sportverbände als Nutzungsvoraussetzung erklärt und dokumentiert werden, regelt der Betreiber grundsätzlich eigenständig. Die Empfehlungen der jeweiligen Sportverbände sind aber zumindest an den Eingängen zur Sportstätte für die Sporttreibenden gut sichtbar bekannt zu machen, damit alle Sporttreibenden sie zur Kenntnis nehmen können“ Da meisten Ställe ohnehin bereits nach den Vorgaben der FN handeln, sollte diese Vorgabe keine großen Änderungen für den praktischen Ablauf zur Folge haben. Hier finden sich nochmals der Leitfaden der FN zur Durchführung von Reitunterricht: Leitfaden Reitunterricht Zusätzlich weißt das Innenministerium darauf hin, dass die Regelungen der 6. SARS-CoV-2-EindV vorrangig sind, vor denen der Leitfäden. Ansonsten ist zu beachten, dass kein weiterer Publikumsverkehr auf der Reitanlage zuglassen werden kann. Personen, die nicht für die Versorgung und Bewegung der Pferde vorgesehen sind oder die nicht am Training/Reitunterricht teilnehmen, dürfen die Anlage nicht betreten. Die nachfolgend aufgeführten Musterpläne erleichtern Ihnen die Erstellung von Notfallversorgungs- und Bewegungsplänen, welche auch für die aktuellen Planungen bezüglich der Höchstbelegung der Anlage genutzt werden können. Der Notbewegungsplan bietet Hilfe bei der Einteilung der Personen, die sich zur Bewegung der Pferde auf der Anlage befinden. Hinweis: Dieser Plan sollte vom Betriebsleiter in Absprache mit den verantwortlichen Bewegungshelfern erstellt werden. Download Notbewegungsplan 20 Pferde Download Notbewegungsplan 48 Pferde Der Pferdeversorgungsplan bietet Hilfe bei der Einteilung der Personen, die sich um die Versorgung der Pferde kümmern (Fütterung, Pflege der Boxen, tägliche Tierkontrolle, freie Bewegung). Hinweis: Dieser Plan sollte vom Betriebsleiter in Absprache mit den verantwortlichen Versorgern erstellt werden. Download Pferdeversorgungsplan Mit Hilfe der Anwesenheitsliste können die täglichen Ankunfts- und Abfahrtszeiten der verantwortlichen Personen zu Pferdebewegung dokumentiert werden (pro Person ein Bogen). Download Anwesenheitsliste Die FN hat ein Muster-Formular für Personen erstellt, die für die notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde vorgesehen sind. Dies sollte auf dem Vereinsbriefpapier ausgedruckt und von den jeweiligen "Notversorgern" ausgefüllt werden. Die FN rät die Notversorger dringend dazu an, das Dokument stets in Verbindung mit dem Personalausweis und der Kopie des Pferdepasses mitzuführen und sich auf der Anlage an die Hygiene-Regeln zu halten. a Turniere in Sachsen-Anhalt Die Leitlinien zum Kampf gegen die Corona-Epidemie verbieten den Wettkampfbetrieb auf privaten und öffentlichen Sportanlagen. Grundsätzlich ist dies auch unverändert der Fall, jedoch wurde ein Ausnahmeregelung für die Durchführung von Turnieren, insbesondere (jedoch nicht ausschließlich) für Berufssportler und Kaderathleten (gemeint sind hier Olympiakader, Perspektivkader, Nachwuchskader 1 und 2) geschaffen. Das Innenministerium äußert sich dazu wie folgt: Gemäß § 8 Abs. 5 der Sechsten Eindämmungsverordnung sind aber Ausnahmeregelungen, insbesondere für Berufssportler (z. B. Wettkämpfe für Berufsreiter) und Kadersportler (Olympiakader, Perspektivkader, Nachwuchskader 1 und 2, also keine Landeskader), möglich. Zu beantragen sind die Ausnahmen für Berufssportler bei den Landkreisen und kreisfreien Städten. Antragsberechtigt sind Berufssportler oder deren Arbeitgeber und Veranstalter von Sportveranstaltungen. Diese müssten sich also an die Gesundheitsämter der Landkreise oder kreisfreien Städte wenden, in denen die Wettkämpfe durchgeführt werden sollen. Gleichwohl wurden bereits Genehmigungen für die Durchführung von Turnieren für alle Teilnehmerkreise und nicht nur für einzelne Teilnehmergruppen von jeweils zuständigen Landkreisen erteilt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Formulierung der Verordnung hier den Landkreises einen gewissen Genehmigungsspielraum einräumt. Es ist also bis mindestens zum Ende des Gültigkeitszeitraumes der aktuellen Verordnung (1. Juli 2020) zwingend notwendig, dass für die Durchführung von Turnieren und Reitertagen die Genehmigung des jeweils zuständigen Landkreises vorliegt. In aller Regel wird dazu es notwendig sein, dass der Veranstalter ein Hygienekonzept bei dem jeweiligen Landkreis einreicht. Es empfiehlt sich bei der Erstellung eines Konzeptes den folgenden Leitfaden zu berücksichtigen: Leitfaden Turniere Diese Veranstaltungen müssen vorerst ohne Zuschauer stattfinden. Eine Änderung dieser Vorgabe wurde im Rahmen des Sachsen-Anhalt Planes für Mitte Juli in Aussicht gestellt, sodass dann ggf. wieder eine begrenzte Zahl von Zuschauern möglich sein wird. Folgen für Teilnehmer und Veranstalter Im Falle höherer Gewalt können Turniere und Prüfungen mit Genehmigung der zuständigen Stelle abgesagt werden. Sofern ein Turnier oder Prüfungen aufgrund von höherer Gewalt abgesagt werden müssen, ergibt sich aus der LPO konkret, welcher Anteil an Nenngeldern beim Veranstalter verbleibt, damit dieser seine bereits getätigten Kosten decken kann, und welcher Anteil an den Teilnehmer/Nenner zurückzuzahlen ist. Bei Absage bis Nennungsschluss (bzw. ca. 2 Tage nach Nennungsschluss) erfolgt keine Abbuchung des Nenngeldes durch die FN. Bei Absage nach Nennungsschluss (d.h. das Geld wurde von der FN bereits von den Nennern abgebucht und an den Veranstalter überwiesen), muss der Veranstalter das Nenngeld an die Nenner/Teilnehmer zurückerstatten. Die Abrechnungspraxis sieht laut §26.2.3 LPO folgendermaßen aus: Wenn eine oder mehrere Prüfungen aufgrund von höherer Gewalt abgesagt werden müssen, verbleiben dem Veranstalter 3 Euro je reserviertem Startplatz, bei Vielseitigkeits-Prüfungen sind es 10 Euro. Den darüber hinausgehenden Anteil des Nenngeldes muss der Veranstalter dem Nenner/Teilnehmer erstatten. Der Teilnehmer erhält demnach seine Kosten abzüglich des Veranstalteranteils und abzüglich der 0,85 Cent FN- Nennungsgebühr zurück. Letztere bleibt bei der FN, da das Nennungssystem genutzt und die Nennung bearbeitet wurde. b Abzeichenlehrgänge Da nahand der geltenden Verordnungen aus unserer Sicht eindeutig hervorgeht, wie Abzeichenlehrgänge abschließend rechtssicher zu behandeln sind, kann an dieser Stelle nur auf die jeweils zuständigen Landkreise verwiesen werden. Unsere Anfrage zu diesem Bereich wurde leider nicht beantwortet. Aus unserer Sicht stellt die Durchführung der Unterrichtseinheiten im Rahmen eines Abzeichenlehrganges Sportbetrieb bzw. Training dar, sodass die gleichen Voraussetzungen gelten (s. Reitunterricht/Versorgung der Pferde). Ob und in wie fern jedoch die Prüfung als eine Vereinsveranstaltung anzusehen ist oder von den grundsätzlichen Vorgaben zum Betrieb von Sportanlagen gedeckt ist, können nur die zuständigen Landkreise abschließend beantworten. Als Hilfestellung zur Durchführung von Abzeichen lehrgängen ist nachfo,gend der Leitfaden der FN zu finden: Leitfaden Abzeichenlehrgänge e Weiterbildungen / Seminare / sonst. Vereinsveranstaltungen Das Innenministerium schreibt dazu: Veranstaltungen der Sportvereine, z.B. Seminare, Mitgliederversammlungen, Weiterbildungen sind gemäß §1 Abs. 4 Nr. 2 der 6. SARS-CoV-2-EindV möglich. Hierfür hat der Veranstalter ein Konzept zu erstellen, wie die Einhaltung der Regelungen des § 1 Abs. 5 und des § 2 Abs. 1 der 6. SARS- CoV-2-EindV sichergestellt wird. Die Teilnehmerzahl ist auf 100, ab 1. Juli 2020 auf 250 begrenzt. In § 1 Abs. 5 heißt es: Bei den nach Absatz 3 und 4 vom Verbot ausgenommenen Veranstaltungen, Ansammlungen und Zusammenkünften hat der Veranstalter oder die Veranstalterin Folgendes sicherzustellen: 1. zwischen den Teilnehmenden wird ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten und 2. die anwesenden Personen werden in einer Anwesenheitsliste erfasst, die mindestens die folgenden Angaben enthalten muss: Vor- und Familienname, vollständige Anschrift und Telefonnummer; die Anwesenheitsliste ist von der Veranstalterin oder dem Veranstalter für die Dauer von vier Wochen nach Ende der Veranstaltung aufzubewahren und dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen vollständig auszuhändigen, spätestens zwei Monate nach Ende der Veranstaltung sind diese Daten zu löschen, 3. Personen mit erkennbaren Symptomen einer COVID-19 Erkrankung oder jeglichen Erkältungssymptomen sind auszuschließen; 4. Abfrage der Teilnehmenden, ob diese innerhalb der letzten 14 Tage aus einem Staat, der nicht der Staatengruppe nach § 1 Abs. 4 der SARS- CoV-2-Quarantäneverordnung vom 9. April 2020 (GVB1. LSA S. 124), zuletzt geändert durch Verordnung vom 19. Mai 2020 (GVB1. LSA S. 248) angehört, zurückgekehrt sind oder ob sie in Kontakt zu Rückkehrern standen oder Kontakt zu infizierten Personen hatten; diese Personen sind auszuschließen, soweit sie eine der Fragen mit ja beantworten; 5. aktive und geeignete Information der Teilnehmenden über allgemeine schutzmaßnahmen wie Händehygiene, Abstand halten und Husten-und Nies-Etikette. In § 2 Abs. 1 der 6. SARS-CoV-2-EindV heißt es: In allen Betrieben, Einrichtungen und bei Angeboten im Sinne dieser Verordnung sind Hygienevorschriften entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zu beachten. Der Betrieb der Einrichtungen und Angebote erfolgt unter strengen Auflagen zur Hygiene, um die Reduzierung von Kontakten sowie den Schulz der Besucherinnen und Besucher vor Infektionen sicherzustellen durch: 1. Einhaltung von Abstandsregelungen von mindestens 1,5 Metern Abstand zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, 2. ein verstärktes Reinigungs- und Desinfektionsregime, zu dem unter Beachtung der jeweiligen Gegebenheiten in der Einrichtung ein Konzept zu erstellen ist, welches die aktuellen Empfehlungen der allgemeinen Hygiene berücksichtigt; die zuständigen Behörden sind berechtigt, die Einhaltung der erweiterten Schutzmaßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls weitere Auflagen zu erteilen, 3. Vermeidung von Ansammlungen von mehr als zehn Personen, insbesondere Warteschlangen von Besucherinnen und Besuchern (z. B. durch Öffnung einer ausreichenden Zahl von Kassen); § 1 Abs. 1 Satz 3 gilt entsprechend, 4. Information der Kunden über gut sichtbare Aushänge und, soweit möglich, regelmäßige Durchsagen über die Verpflichtung zur Abstandsregelung und zur Einhaltung der Schutzmaßnahmen. Bei Zuwiderhandlungen sind unverzüglich Hausverbote auszusprechen. Lassen sich in Einrichtungen, Betrieben und bei Angeboten die Abstandsregelungen nach Satz 2 Nr. 1 durch örtliche Vorkehrungen, insbesondere der räumlichen Trennung, der Anordnung oder Freihaltung von Sitzplätzen oder dem Anbringen von Abstandsmarkierungen nicht sicherstellen (z. B. Ladengeschäfte), hat der Infektionsschutz der Besucherinnen und Besucher zusätzlich zu erfolgen durch Zugangsbeschränkungen oder Einlasskontrollen, die sicherstellen, dass sich in den Räumlichkeiten sowie auf dem Außengelände nur aufhalten: 1. bei einer Fläche bis zu 800 Quadratmetern höchstens eine Besucherin oder ein Besucher je 10 Quadratmeter Fläche, 2. bei einer Fläche von mehr als 800 Quadratmetern zusätzlich zur Höchstkundenzahl nach Nummer 1 höchstens eine Besucherin oder ein Besucher je 20 Quadratmeter der Fläche, die 800 Quadratmeter übersteigt. Eine separate Genehmigung muss unserer Kenntnis nach nicht eingeholt werden, jedoch muss jeder Zeit mit Überprüfungen der zuständigen Behörden gerechnet werden. <--- ZURÜCK
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