KONTAKT:  Landesverband der Reit- und Fahrvereine Sachsen-Anhalt e.V. Geschäftsführer Roy Bartels I Tel.: 034956 I 229 65 I E-Mail: LV-RFVSachsenAnhalt@online.de  Landeskommission für Pfedeleistungsprüfungen Geschäftsführer Thomas Preiß I Tel.: 034956 I 229 66 I E-Mail: LK-SAN@online.de
LANDESVERBAND der Reit- und Fahrvereine SACHSEN-ANHALT E.V.
Landesmeisterschaften 2021
Prussendorf: Offene Landesmeisterschaften der Dressur- und Springreiter Sachsen-Anhalts Ein Beitrag aus der Landesverbandszeitschrift „PFERDEaktuell.“ mit freundlicher Genehmigung der Autorin Prussendorf. Am zweiten Juli-Wochenende fanden die sachsen-anhaltinischen Landesmeisterschaften der Dressur- und Springreiter aller Altersklassen im Gestüt Radegast- Prussendorf statt und das Schöne dabei war, dass die Maskenpflicht aufgehoben war und sich am Samstag und Sonntag etliche Besucher auf dem parkähnlichen Gelände eingefunden hatten. Das Wetter sommerlich warm, aber nicht zu heiß, eigentlich tolles Reit- und Besucherwetter, Allerdings kam am Freitag ein Regenguss runter und auch am Sonntagnachmittag gab es noch ein gewaltiges „Wasserfinale“, aber dazu später mehr. Die letzten Meisterschaften wurden coronabedingt 2019 ausgetragen. Die seit einigen Jahren auch für Reiterinnen und Reiter aus anderen Bundesländern offenen Prüfungen, wurden von diesen auch gut genutzt. Bis auf Mecklenburg-Vorpommern, wo am selben Wochenende in Redefin die Meisterschaften ausgetragen wurden, waren alle anderen ostdeutschen Bundesländer vertreten sowie weitere Teilnehmer aus Bayern und Niedersachsen. Titel und Medaillen wurden in der offenen Klasse, bei den Damen, Jungen Reitern, Junioren, Children und bei den Ponyreitern vergeben. Springen: Christof Kauert erneut Landesmeister In der offenen Klasse waren drei S-Springen zu reiten. 23 Paare und damit zehn weniger, als vor zwei Jahren darunter sieben Damen bewarben sich um die begehrten Meistertitel und Medaillen. Der Vizemeister von 2019 Andreas John aus Hettstedt-Wahlbeck sowie der Bronzemedaillengewinner Steffen Buchheim aus Ihleburg waren nicht am Start, dafür aber einige reiterliche „Schwergewichte“ aus den anderen Bundesländern. Am Ende holte sich der Schönebecker Christof Kauert nach 2017 erneut die Meisterschärpe. Der gelernte Schmied steigerte sich mit dem 9j. OS-Wallach Chacandro v. Chacco blue mit jeder Wertungsprüfung von einem 9. Platz im Zeitspringen über einen 5. Platz bis zum fehlerfreien Sieg im dritten und entscheidenden Finale im Stechen mit zwei Sternen. In der offenen Wertung kam hier Benjamin Wulschner vom Börlner PSV/SAC mit Chaccobel auf Rang zwei vor dem Brandenburger Max- Hilmar Borchert auf Catherina H. Damit lagen drei direkte Nachkommen des Mecklenburger Springvererbers Chacco-blue auf den ersten drei Plätzen. Vizemeisterin wurde Michelle Buchholtz vom Wernigeröder Sportverein mit ihrer 11j. Bayernstute Lindgren P v. Ciacomo, die besonders in den ersten beiden Prüfungen mit einem 3. und 4. Platz punktete. Ralf Steinbach vom RFV Einetal Westdorf-Aschersleben konnte mit dem 11j. Oldenburger Wallach Charles v. Chaccomo vor allem mit einem hervorragenden 6. Platz im Finale Bronze erkämpfen. Die zweite Wertung war zugleich eine Qualifikationsprüfung für den Partner-Pferd-Cup, dessen Finale hoffentlich im April nächsten Jahres anlässlich des Weltcupfinales auf der Leipziger Messe stattfinden wird. Hier belegte Max-Hilmar Borchert (Stechlin-Menz) mit dem 12j. OS - Schimmelwallach Cent-blue v. Cento und der 9j. DSP-Stute Catherina H gleich die ersten beiden Plätze. Dritter wurde Benjamin Wulschner mit dem 9j. Mecklenburger Wallach Cuno v. Carrico. Damen: Nancy Krause endlich an der Spitze Die Damenkonkurrenz war mit 38 Paaren deutlich stärker besetzt als die der offenen Klasse, wenngleich von den Doppel- bzw. Dreifachstarterinnen nur jeweils die beste Paarung für die Meisterschaft gewertet wurde. Drei M-Springen waren hier zu absolvieren. Bis auf die Vizemeisterin von 2019 Natalia Lakomy waren die Titelverteidigerin Carola Schedlbauer (Wernigerode) und Silvana Soldmann (Braunsbedra) wieder mit dabei. Doch diesmal gab es andere Damen an der Spitze. Nancy Krause (RFV Einetal Westdorf-Aschersleben) war 2018 Vizelandesmeisterin und konnte sich wieder mit der erfahrenen 15j. DSP-Stute A Sweet v. Askari diesmal vor allem durch jeweils einen 2. Platz in der ersten und der Finalprüfung ihre Titelträume erfüllen. Den Vizemeistertitel sicherte sich Julia Timmreck (geb. Ehrhorn) von Hof Timmreck´s PSC. Mit sehr ausgeglichenen Leistungen (3., 7. und 5. Platz) sicherte sich die Altmärkerin erstmals die Schärpe. Alexandra Sprung vom RV Wiesengrund Bad Schmiedeberg hat reiterlich einen großen „Sprung“ gemacht und bewies nicht zuletzt auf diesem Turnier, dass sie und ihre 15j. Quaterman-Tochter Quimonda zu Recht Bronze verdient haben. Ein 5. und zwei 6. Plätze in der offenen Wertung bei 38 Startern sprechen für sich. Titelverteidigerin Carola Schedlbauer wurde mit der 9j. Schimmelstute Lotta sechste, Silvana Soldmann mit ihrer bewährten 14j. Nimroy B- Tochter Nimett siebte. Beide hatten im Finale jeweils die in zwei Abteilungen gewerteten ersten Plätze belegt. Junge Reiter: Mara Marilen Spengler erstmals Landesmeisterin Die Jungen Reiter absolvierten ihre Prüfungen zum Teil gemeinsam mit den Junioren und in der Damenkonkurrenz. Nur sechs ausschließlich Reiterinnen waren am Start. Landesmeisterin wurde Mara Marilen Spengler (RFV Ausleben) mit der 9j. DSP-Stute Clara v. Chap. Lena Neumeister aus Uthmöden wurde Vizelandesmeisterin mit ihrer 12j. DSP-Stute Queen Latifa K v. Quaterback, Bronze ging an Jodie Schlüter aus Hoheneryleben mit der 9j. OS-Stute Frieda v. Favorit Ask. Junioren/Children: Jette Woestmann – mit Abstand zum Titel Gut besetzt mit 20 Juniorenreiterinnen und -reitern und 19 Children waren diese beiden Landesmeisterschaften. Die Junioren hatten wie die Damen drei M*-Springen zu reiten, ehe die neuen Titelträger feststanden. Landesmeister der Junioren wurde Janne Woldt vom RFV Westeregeln auf der erst 7j. DSP-Stute Charlien H v. Chacco Me Biolley. Ein fünfter, vierter und dritter Platz in den Wertungsprüfungen waren die Treppe zum Erfolg. Den Vizelandesmeistertite erkämpfte sich Pauline Beckmann vom hier sehr erfolgreich auftretenden Hof Timmreck´s PSC mit der 13j. OS- Stute Lotta GN v. Lasirco. Bronze ging mit Tim Körber an einen jungen Mann vom RFTV Am Park Osterweddingen, der Carina schon mit einigem Abstand zu den beiden Führenden dreimal durch den Stangenwald pilotiert hatte. Die Altersgruppe der sogenannten Children (zu deutsch: Kinder !) ermittelte ihre Meister in zwei A- und einem L-Springen. Mit einem guten Abstand von 4,5 Punkten siegte hier Jette Woestmann auf der 10j. Calmé-Tochter Cera vom RV Heiderand Schlaitz-Plodda. Vizelandesmeisterin wurde Vereinskollegin Luise Hechtner mit dem 10j. DSP-Wallach Leo von Landrebell. Bronze erritt Nelly Zirk aus Schönhausen auf der 15j. Ca ca Lin v. Corvalon. Ponys: Platz zwei und drei punktgleich Dreizehn Ponyreiterinnen und -reiter ritten beherzt und teilweise rasant um die Plätze auf dem Podest. Mit zwei Siegen und einem 7. Platz im Finale sowie einem souveränen Punktekonto von 14,5 errang Johannine Wengorz vom Schweizerhof Güsten den Titel. Zwei vierte und ein fünfter Platz reichten Anais Brandt aus Schackensleben und ihrer Melly für den Vizemeistertitel. Bronze erritt Anneliese Nebe mit Cheval de Couer vom RFV Quellendorf, die am Ende punktgleich mit der Vizemeisterin lag. Brandt war aber im Finale einen Platz besser und gewann so Silber. Ü 40: Gerald Golze nach 2018 erneut Landesmeister Last but not least ermittelten auch die 15 „Senioren“ ab 40 in drei L-Springen ihre Besten. Hier siegte Gerald Golze (RV Gehrden u. Umgb) auf der 8j. Mecklenburgerin Christel Song von Cero vor Jens Neumann aus Greppin und seinem Westfalenwallach Skyliner v. Stakkato. Die Bronzemedaille gewann Anja Kötz-Körber vom RFTV am Park Osterweddingen mit ihrem 11j. DSP-Fuchswallach Cato-Levo v. Catoki. Dressur offene Klasse: Donnerwetter nach der Entscheidung Die Landesmeister aller Altersklassen im Dressurviereck wurden im Prix Skt. -Georg Special, dem Prix St.-Georg sowie der Inter I ermittelt. Der Kampf um den Titel in der offenen Klasse war eine reine Damenangelegenheit. Nachdem der Titelverteidiger Franz-Otto Damm aus Zerbst wegen Aufgabe des Pferdesports nicht mehr dabei ist, bewarben sich zehn Damen mit elf Pferden um die Schärpen und Medaillen. Von Anfang an war die Entscheidung fast ausschließlich eine Sache des Zucht- und Ausbildungsstalles Schmidt in Naumburg. So konnte Nadine Güssow, die zwar für den RFV Einetal Wesdorf -Aschersleben unterwegs ist, aber mit dem 13j. Hannoveraner Fuchswallach Lorenzio v. Londontime ein Pferd der Familie Schmidt vorstellte, sowohl die erste Wertungsprüfung als auch das Finale mit jeweils 71, 66, 71,56 bzw. 72,456 Prozent gewinnen. Dicht gefolgt von ihrer Schülerin Henriette Schmidt (PSV Domstadt Naumburg), die mit ihrem 14j. Westfalenhengst Rockys Sunshine von Rock Forever ebenfalls jeweils über 71 Prozent erzielte und den Prix-St.-Georg mit 72,033 Prozent sogar gewinnen konnte. Auf dem zweiten Platz folgte hier die Landestrainerin erneut mit Lorenzio und 70,407 Prozent. Mit ihrem Zweitpferd, dem 13j. KWPN-Hengst Don de Jeu v. Jazz belegte die 19jährige Henriette zudem einmal den 4. und zweimal den 3. Platz. Dr. Tina Böhme (Prussendorf) hat ihre inzwischen 17j. DSP-Stute Lara Croft v. Lord Swiss gut in Schuss und konnte mit jeweils über 68 Prozent in allen drei Wertungsprüfungen einen 3. und zwei vierte Plätze erzielen. Das war der Bronzeplatz für die Vizelandesmeisterin von 2019. Der Titel ging an Nadine Güssow und Lorenzio, die sich vor zwei Jahren noch mit Bronze begnügen musste. Den Vizelandesmeistertitel in dieser Kategorie erritt sich erstmals Henriette Schmidt auf ihrem Rapphengst Rocky´s Sunshine. Sozusagen ein Hattrick für den Stall Schmidt in Naumburg. Die Inter I war die letzte Prüfung am Sonntagnachmittag auf dem Viereck. Schon während die letzten Paare ihre Prüfungen absolvierten, begann es mächtig zu grummeln, ein Gewitter nahte. Auf den Punkt mit dem Ende der Siegerehrung begann das große Donnerwetter, dass auch das Programm auf dem Springplatz unterbrach. Ein heftiger Sturm mit sturzflutartigen Regenfällen entwurzelte am Viereck sogar einen Baum, der auf das Viereck krachte. Nicht auszudenken, wenn das nur eine halbe Stunde früher passiert wäre. Junge Reiter/Junioren: Nur geringe Beteiligung Hier standen nur insgesamt drei Reiterinnen in beiden Altersklassen mit sieben Pferden in drei Dressuren der Kl. M auf der Startliste. Aufgrund der geringen Teilnehmeranzahl konnte bei den Jungen Reitern nur eine Goldmedaille, bei den Junioren nur Gold und Silber vergeben werden. Isabel Eulenberg von der PSG Pony Power wurde mit der 14j. Rheinländerin Schufro´s Focke Landesmeisterin. Malin Schoch aus Quellendorf konnte sich mit drei Siegen auf ihrer 10j. Westfalenstute Fable die Schärpe der Landesmeisterin Junioren umhängen lassen. Helene Ziehn aus dem nicht weit entfernten Schwittersdorf, die bei den Junioren drei Pferde vorgestellt hatte, wurde mit der 13j. Reitponystute Piccola Vizelandesmeisterin. Ponys/Children: Zwei Medaillen für Justus Buch Diese beiden Altersklassen starteten in den drei Wertungsprüfungen gemeinsam. Die beinhalteten eine A-Dressur, eine Dressurreiterprüfung Kl. L und eine L-Dressur auf Trense. Insgesamt waren es sieben Starter, fünf davon auf Ponys. Besonders die Teilnehmerzahl bei den Children war im Vergleich zu 2019 diesmal auch deutlich geringer. Aus diesem Grund gab es hier auch nur eine Gold- und eine Silbermedaille zu vergeben. Es siegte Zoe Hachmeister aus Schönhausen mit dem 10j. Sir Donnerhall-Sohn Sir Piccolini vor dem talentierten Justus Buch vom SV Eintracht Grabow und dem 9j. DSP-Wallach Der kleine Prinz v. Don Girovanni. Justus konnte später bei den Ponyreitern sogar auf das oberste Treppchen, dass den Landesmeistern vorbehalten ist, steigen. Mit seiner 13j. Ponystute Sweet Sin von Baccarat erwarb er den Titel vor Charlotte von Kornatzki von der Reitanlage Bernburg mit Zippo und Finja Fuhrmann (RV Kemnitz) mit Vanilla Sky. Leider war auch hier die Teilnehmerzahl gegenüber 2019 (12 Paare) stark dezimiert. Ü 40: Wechsel an der Spitze Sechs Damen und zwei Herren absolvierten drei L-Dressuren bei den über 40jährigen Dressurreitern. Zwar waren die Herren im Gegensatz zu 2019 deutlich in der Unterzahl aber dennoch maßgebend. Maik Burghardt vom RFV Einetal Westdorf-Aschersleben gewann mit dem 18j. Oldenburger Wallach Cassian von Coriando die zweite und dritte Wertungsprüfung auf L- Niveau, darf sich ab sofort Landesmeister in dieser Altersklasse nennen und löste damit Seriensieger Ralf Lahmann ab. Der Vizelandesmeistertitel ging diesmal an den Ausbilder und Landesmeister der vergangenen Jahre aus Klötze auf seiner inzwischen 13j. Samba´s Penelope mit einem Sieg und zwei zweiten Plätzen. Bronze gewann Angelika Erbe aus Greppin auf der 11j. Donnersmark-Tochter Diva. Bundechampionatsqualifikation 5- und 6j. Dressurpferde Zum Programm der diesjährigen Landesmeisterschaften gehörten auch zwei Qualifikationsprüfungen zum Bundeschampionat der 5- und 6jährigen Dressurpferde. Die Möglichkeit nach Warendorf fahren zu können erhielt hier nur die Berlinerin Heike Schmidt- Bosse (RV Deutschlandhalle). Sie qualifizierte als einzige den Hannoveraner Wallach Rocket Man v. Rocco Granata aus der Zucht und dem Besitz von Ingo Pape. Höhepunkte des Braunen waren der Trab und der Gesamteindruck. Beide Lektionen bzw. Kriterien wurden mit je einer 8,5. bewertet. Insgesamt eine Wertnote von 8,1 bedeutete – qualifiziert. Text und Fotos: bb <--- ZURÜCK
Landesmeister 2021 Springen - Christof  Kauert v.l.n.r. Vize Julia Timmreck (geb. Erhorn),  Landesmeisterin Nancy Krause, Bronze  Alexandra Sprung Landesmeister Ü 40 Springen - Gerald Golze v.l.n.r. Vize Henriette Schmidt,  Landesmeisterin Nadine Güssow, Bronze  Dr. Tina Böhme Die Landesmeister und Medaillenträger in  der Dressur bei den Ponys, Children und Junioren v.l.n.r. Vize Ralf Lahmann, Landesmeister  Maik Burghardt, Bronze Angelika Erbe
KONTAKT:  Landesverband der Reit- und Fahrvereine  Sachsen-Anhalt e.V. Geschäftsführer Roy Bartels I Tel.: 034956 I 229 65 I  E-Mail: LV-RFVSachsenAnhalt@online.de  Landeskommission für Pfedeleistungsprüfungen Geschäftsführer Thomas Preiß I Tel.: 034956 I 229 66 I  E-Mail: LK-SAN@online.de
Corona-Hilfen
Prussendorf: Offene Landesmeisterschaften der Dressur- und Springreiter Sachsen-Anhalts Ein Beitrag aus der Landesverbandszeitschrift „PFERDEaktuell.“ mit freundlicher Genehmigung der Autorin Prussendorf. Am zweiten Juli-Wochenende fanden die sachsen-anhaltinischen Landesmeisterschaften der Dressur- und Springreiter aller Altersklassen im Gestüt Radegast- Prussendorf statt und das Schöne dabei war, dass die Maskenpflicht aufgehoben war und sich am Samstag und Sonntag etliche Besucher auf dem parkähnlichen Gelände eingefunden hatten. Das Wetter sommerlich warm, aber nicht zu heiß, eigentlich tolles Reit- und Besucherwetter, Allerdings kam am Freitag ein Regenguss runter und auch am Sonntagnachmittag gab es noch ein gewaltiges „Wasserfinale“, aber dazu später mehr. Die letzten Meisterschaften wurden coronabedingt 2019 ausgetragen. Die seit einigen Jahren auch für Reiterinnen und Reiter aus anderen Bundesländern offenen Prüfungen, wurden von diesen auch gut genutzt. Bis auf Mecklenburg- Vorpommern, wo am selben Wochenende in Redefin die Meisterschaften ausgetragen wurden, waren alle anderen ostdeutschen Bundesländer vertreten sowie weitere Teilnehmer aus Bayern und Niedersachsen. Titel und Medaillen wurden in der offenen Klasse, bei den Damen, Jungen Reitern, Junioren, Children und bei den Ponyreitern vergeben. Springen: Christof Kauert erneut Landesmeister In der offenen Klasse waren drei S-Springen zu reiten. 23 Paare und damit zehn weniger, als vor zwei Jahren darunter sieben Damen bewarben sich um die begehrten Meistertitel und Medaillen. Der Vizemeister von 2019 Andreas John aus Hettstedt- Wahlbeck sowie der Bronzemedaillengewinner Steffen Buchheim aus Ihleburg waren nicht am Start, dafür aber einige reiterliche „Schwergewichte“ aus den anderen Bundesländern. Am Ende holte sich der Schönebecker Christof Kauert nach 2017 erneut die Meisterschärpe. Der gelernte Schmied steigerte sich mit dem 9j. OS-Wallach Chacandro v. Chacco blue mit jeder Wertungsprüfung von einem 9. Platz im Zeitspringen über einen 5. Platz bis zum fehlerfreien Sieg im dritten und entscheidenden Finale im Stechen mit zwei Sternen. In der offenen Wertung kam hier Benjamin Wulschner vom Börlner PSV/SAC mit Chaccobel auf Rang zwei vor dem Brandenburger Max-Hilmar Borchert auf Catherina H. Damit lagen drei direkte Nachkommen des Mecklenburger Springvererbers Chacco-blue auf den ersten drei Plätzen. Vizemeisterin wurde Michelle Buchholtz vom Wernigeröder Sportverein mit ihrer 11j. Bayernstute Lindgren P v. Ciacomo, die besonders in den ersten beiden Prüfungen mit einem 3. und 4. Platz punktete. Ralf Steinbach vom RFV Einetal Westdorf-Aschersleben konnte mit dem 11j. Oldenburger Wallach Charles v. Chaccomo vor allem mit einem hervorragenden 6. Platz im Finale Bronze erkämpfen. Die zweite Wertung war zugleich eine Qualifikationsprüfung für den Partner-Pferd-Cup, dessen Finale hoffentlich im April nächsten Jahres anlässlich des Weltcupfinales auf der Leipziger Messe stattfinden wird. Hier belegte Max-Hilmar Borchert (Stechlin-Menz) mit dem 12j. OS - Schimmelwallach Cent-blue v. Cento und der 9j. DSP-Stute Catherina H gleich die ersten beiden Plätze. Dritter wurde Benjamin Wulschner mit dem 9j. Mecklenburger Wallach Cuno v. Carrico. Damen: Nancy Krause endlich an der Spitze Die Damenkonkurrenz war mit 38 Paaren deutlich stärker besetzt als die der offenen Klasse, wenngleich von den Doppel- bzw. Dreifachstarterinnen nur jeweils die beste Paarung für die Meisterschaft gewertet wurde. Drei M- Springen waren hier zu absolvieren. Bis auf die Vizemeisterin von 2019 Natalia Lakomy waren die Titelverteidigerin Carola Schedlbauer (Wernigerode) und Silvana Soldmann (Braunsbedra) wieder mit dabei. Doch diesmal gab es andere Damen an der Spitze. Nancy Krause (RFV Einetal Westdorf- Aschersleben) war 2018 Vizelandesmeisterin und konnte sich wieder mit der erfahrenen 15j. DSP-Stute A Sweet v. Askari diesmal vor allem durch jeweils einen 2. Platz in der ersten und der Finalprüfung ihre Titelträume erfüllen. Den Vizemeistertitel sicherte sich Julia Timmreck (geb. Ehrhorn) von Hof Timmreck´s PSC. Mit sehr ausgeglichenen Leistungen (3., 7. und 5. Platz) sicherte sich die Altmärkerin erstmals die Schärpe. Alexandra Sprung vom RV Wiesengrund Bad Schmiedeberg hat reiterlich einen großen „Sprung“ gemacht und bewies nicht zuletzt auf diesem Turnier, dass sie und ihre 15j. Quaterman-Tochter Quimonda zu Recht Bronze verdient haben. Ein 5. und zwei 6. Plätze in der offenen Wertung bei 38 Startern sprechen für sich. Titelverteidigerin Carola Schedlbauer wurde mit der 9j. Schimmelstute Lotta sechste, Silvana Soldmann mit ihrer bewährten 14j. Nimroy B-Tochter Nimett siebte. Beide hatten im Finale jeweils die in zwei Abteilungen gewerteten ersten Plätze belegt. Junge Reiter: Mara Marilen Spengler erstmals Landesmeisterin Die Jungen Reiter absolvierten ihre Prüfungen zum Teil gemeinsam mit den Junioren und in der Damenkonkurrenz. Nur sechs ausschließlich Reiterinnen waren am Start. Landesmeisterin wurde Mara Marilen Spengler (RFV Ausleben) mit der 9j. DSP-Stute Clara v. Chap. Lena Neumeister aus Uthmöden wurde Vizelandesmeisterin mit ihrer 12j. DSP-Stute Queen Latifa K v. Quaterback, Bronze ging an Jodie Schlüter aus Hoheneryleben mit der 9j. OS- Stute Frieda v. Favorit Ask. Junioren/Children: Jette Woestmann – mit Abstand zum Titel Gut besetzt mit 20 Juniorenreiterinnen und -reitern und 19 Children waren diese beiden Landesmeisterschaften. Die Junioren hatten wie die Damen drei M*-Springen zu reiten, ehe die neuen Titelträger feststanden. Landesmeister der Junioren wurde Janne Woldt vom RFV Westeregeln auf der erst 7j. DSP-Stute Charlien H v. Chacco Me Biolley. Ein fünfter, vierter und dritter Platz in den Wertungsprüfungen waren die Treppe zum Erfolg. Den Vizelandesmeistertite erkämpfte sich Pauline Beckmann vom hier sehr erfolgreich auftretenden Hof Timmreck´s PSC mit der 13j. OS-Stute Lotta GN v. Lasirco. Bronze ging mit Tim Körber an einen jungen Mann vom RFTV Am Park Osterweddingen, der Carina schon mit einigem Abstand zu den beiden Führenden dreimal durch den Stangenwald pilotiert hatte. Die Altersgruppe der sogenannten Children (zu deutsch: Kinder !) ermittelte ihre Meister in zwei A- und einem L- Springen. Mit einem guten Abstand von 4,5 Punkten siegte hier Jette Woestmann auf der 10j. Calmé-Tochter Cera vom RV Heiderand Schlaitz-Plodda. Vizelandesmeisterin wurde Vereinskollegin Luise Hechtner mit dem 10j. DSP-Wallach Leo von Landrebell. Bronze erritt Nelly Zirk aus Schönhausen auf der 15j. Ca ca Lin v. Corvalon. Ponys: Platz zwei und drei punktgleich Dreizehn Ponyreiterinnen und -reiter ritten beherzt und teilweise rasant um die Plätze auf dem Podest. Mit zwei Siegen und einem 7. Platz im Finale sowie einem souveränen Punktekonto von 14,5 errang Johannine Wengorz vom Schweizerhof Güsten den Titel. Zwei vierte und ein fünfter Platz reichten Anais Brandt aus Schackensleben und ihrer Melly für den Vizemeistertitel. Bronze erritt Anneliese Nebe mit Cheval de Couer vom RFV Quellendorf, die am Ende punktgleich mit der Vizemeisterin lag. Brandt war aber im Finale einen Platz besser und gewann so Silber. Ü 40: Gerald Golze nach 2018 erneut Landesmeister Last but not least ermittelten auch die 15 „Senioren“ ab 40 in drei L-Springen ihre Besten. Hier siegte Gerald Golze (RV Gehrden u. Umgb) auf der 8j. Mecklenburgerin Christel Song von Cero vor Jens Neumann aus Greppin und seinem Westfalenwallach Skyliner v. Stakkato. Die Bronzemedaille gewann Anja Kötz-Körber vom RFTV am Park Osterweddingen mit ihrem 11j. DSP-Fuchswallach Cato-Levo v. Catoki. Dressur offene Klasse: Donnerwetter nach der Entscheidung Die Landesmeister aller Altersklassen im Dressurviereck wurden im Prix Skt. -Georg Special, dem Prix St.-Georg sowie der Inter I ermittelt. Der Kampf um den Titel in der offenen Klasse war eine reine Damenangelegenheit. Nachdem der Titelverteidiger Franz- Otto Damm aus Zerbst wegen Aufgabe des Pferdesports nicht mehr dabei ist, bewarben sich zehn Damen mit elf Pferden um die Schärpen und Medaillen. Von Anfang an war die Entscheidung fast ausschließlich eine Sache des Zucht- und Ausbildungsstalles Schmidt in Naumburg. So konnte Nadine Güssow, die zwar für den RFV Einetal Wesdorf - Aschersleben unterwegs ist, aber mit dem 13j. Hannoveraner Fuchswallach Lorenzio v. Londontime ein Pferd der Familie Schmidt vorstellte, sowohl die erste Wertungsprüfung als auch das Finale mit jeweils 71, 66, 71,56 bzw. 72,456 Prozent gewinnen. Dicht gefolgt von ihrer Schülerin Henriette Schmidt (PSV Domstadt Naumburg), die mit ihrem 14j. Westfalenhengst Rockys Sunshine von Rock Forever ebenfalls jeweils über 71 Prozent erzielte und den Prix-St.- Georg mit 72,033 Prozent sogar gewinnen konnte. Auf dem zweiten Platz folgte hier die Landestrainerin erneut mit Lorenzio und 70,407 Prozent. Mit ihrem Zweitpferd, dem 13j. KWPN-Hengst Don de Jeu v. Jazz belegte die 19jährige Henriette zudem einmal den 4. und zweimal den 3. Platz. Dr. Tina Böhme (Prussendorf) hat ihre inzwischen 17j. DSP-Stute Lara Croft v. Lord Swiss gut in Schuss und konnte mit jeweils über 68 Prozent in allen drei Wertungsprüfungen einen 3. und zwei vierte Plätze erzielen. Das war der Bronzeplatz für die Vizelandesmeisterin von 2019. Der Titel ging an Nadine Güssow und Lorenzio, die sich vor zwei Jahren noch mit Bronze begnügen musste. Den Vizelandesmeistertitel in dieser Kategorie erritt sich erstmals Henriette Schmidt auf ihrem Rapphengst Rocky´s Sunshine. Sozusagen ein Hattrick für den Stall Schmidt in Naumburg. Die Inter I war die letzte Prüfung am Sonntagnachmittag auf dem Viereck. Schon während die letzten Paare ihre Prüfungen absolvierten, begann es mächtig zu grummeln, ein Gewitter nahte. Auf den Punkt mit dem Ende der Siegerehrung begann das große Donnerwetter, dass auch das Programm auf dem Springplatz unterbrach. Ein heftiger Sturm mit sturzflutartigen Regenfällen entwurzelte am Viereck sogar einen Baum, der auf das Viereck krachte. Nicht auszudenken, wenn das nur eine halbe Stunde früher passiert wäre. Junge Reiter/Junioren: Nur geringe Beteiligung Hier standen nur insgesamt drei Reiterinnen in beiden Altersklassen mit sieben Pferden in drei Dressuren der Kl. M auf der Startliste. Aufgrund der geringen Teilnehmeranzahl konnte bei den Jungen Reitern nur eine Goldmedaille, bei den Junioren nur Gold und Silber vergeben werden. Isabel Eulenberg von der PSG Pony Power wurde mit der 14j. Rheinländerin Schufro´s Focke Landesmeisterin. Malin Schoch aus Quellendorf konnte sich mit drei Siegen auf ihrer 10j. Westfalenstute Fable die Schärpe der Landesmeisterin Junioren umhängen lassen. Helene Ziehn aus dem nicht weit entfernten Schwittersdorf, die bei den Junioren drei Pferde vorgestellt hatte, wurde mit der 13j. Reitponystute Piccola Vizelandesmeisterin. Ponys/Children: Zwei Medaillen für Justus Buch Diese beiden Altersklassen starteten in den drei Wertungsprüfungen gemeinsam. Die beinhalteten eine A- Dressur, eine Dressurreiterprüfung Kl. L und eine L-Dressur auf Trense. Insgesamt waren es sieben Starter, fünf davon auf Ponys. Besonders die Teilnehmerzahl bei den Children war im Vergleich zu 2019 diesmal auch deutlich geringer. Aus diesem Grund gab es hier auch nur eine Gold- und eine Silbermedaille zu vergeben. Es siegte Zoe Hachmeister aus Schönhausen mit dem 10j. Sir Donnerhall-Sohn Sir Piccolini vor dem talentierten Justus Buch vom SV Eintracht Grabow und dem 9j. DSP-Wallach Der kleine Prinz v. Don Girovanni. Justus konnte später bei den Ponyreitern sogar auf das oberste Treppchen, dass den Landesmeistern vorbehalten ist, steigen. Mit seiner 13j. Ponystute Sweet Sin von Baccarat erwarb er den Titel vor Charlotte von Kornatzki von der Reitanlage Bernburg mit Zippo und Finja Fuhrmann (RV Kemnitz) mit Vanilla Sky. Leider war auch hier die Teilnehmerzahl gegenüber 2019 (12 Paare) stark dezimiert. Ü 40: Wechsel an der Spitze Sechs Damen und zwei Herren absolvierten drei L-Dressuren bei den über 40jährigen Dressurreitern. Zwar waren die Herren im Gegensatz zu 2019 deutlich in der Unterzahl aber dennoch maßgebend. Maik Burghardt vom RFV Einetal Westdorf-Aschersleben gewann mit dem 18j. Oldenburger Wallach Cassian von Coriando die zweite und dritte Wertungsprüfung auf L-Niveau, darf sich ab sofort Landesmeister in dieser Altersklasse nennen und löste damit Seriensieger Ralf Lahmann ab. Der Vizelandesmeistertitel ging diesmal an den Ausbilder und Landesmeister der vergangenen Jahre aus Klötze auf seiner inzwischen 13j. Samba´s Penelope mit einem Sieg und zwei zweiten Plätzen. Bronze gewann Angelika Erbe aus Greppin auf der 11j. Donnersmark-Tochter Diva. Bundechampionatsqualifikation 5- und 6j. Dressurpferde Zum Programm der diesjährigen Landesmeisterschaften gehörten auch zwei Qualifikationsprüfungen zum Bundeschampionat der 5- und 6jährigen Dressurpferde. Die Möglichkeit nach Warendorf fahren zu können erhielt hier nur die Berlinerin Heike Schmidt-Bosse (RV Deutschlandhalle). Sie qualifizierte als einzige den Hannoveraner Wallach Rocket Man v. Rocco Granata aus der Zucht und dem Besitz von Ingo Pape. Höhepunkte des Braunen waren der Trab und der Gesamteindruck. Beide Lektionen bzw. Kriterien wurden mit je einer 8,5. bewertet. Insgesamt eine Wertnote von 8,1 bedeutete – qualifiziert. Text und Fotos: bb <--- ZURÜCK
Landesmeister 2021 Springen - Christof  Kauert v.l.n.r. Vize Julia Timmreck (geb. Erhorn),  Landesmeisterin Nancy Krause, Bronze  Alexandra Sprung Landesmeister Ü 40 Springen - Gerald Golze v.l.n.r. Vize Henriette Schmidt, Landesmeisterin Nadine Güssow, Bronze  Dr. Tina Böhme Die Landesmeister und Medaillenträger in der Dressur bei den Ponys, Children und Junioren v.l.n.r. Vize Ralf Lahmann, Landesmeister  Maik Burghardt, Bronze Angelika Erbe
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